Wissen statt Mythen – Der Wolf im Faktencheck

Shownotes

In dieser spannenden Episode von WOLFSBLUT – Tierisch echte Geschichten spricht Gastgeberin Franziska Knabenreich mit Louisa Traut vom Wolfszentrum Hessen über die faszinierende Rückkehr des Wolfes nach Deutschland. Gemeinsam beleuchten sie, warum der Wolf so wichtig für unser Ökosystem ist, wie sein Leben in Rudeln aussieht – und weshalb er zu Unrecht als „böser Bube“ des Märchens gilt.

Louisa gibt exklusive Einblicke in ihre Arbeit: Wie erkennt man eigentlich einen echten Wolf? Was passiert, wenn Nutztiere gerissen werden? Und wie läuft die „CSI-Wolfsuntersuchung“ ab? Neben spannenden Fakten über Verhalten, Intelligenz und Schutzstatus der Tiere geht es auch um Missverständnisse in den sozialen Medien, um Mythen – und um die Frage, wie Mensch und Wolf friedlich nebeneinander leben können.

Zum Schluss unterstützt WOLFSBLUT Hundefutter den Artenschutz der Deutschen Wildtier Stiftung mit einer Spende für Wildbienenprojekte – ein starkes Zeichen für die Natur.

🎧 Jetzt reinhören und mehr über den wahren Charakter des Wolfes erfahren – zwischen Mythen, Wissenschaft und echter Faszination!

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:17: Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Wolfsblut.

00:00:20: Ich bin Franziska Knabenreich, eure Gastgeberin, Autoren und Moderatoren.

00:00:25: In dieser monatlichen Sendung lade ich spannende Persönlichkeiten ein, um mit ihnen über faszinierende Geschichten rund um das Thema Tiere zu sprechen.

00:00:34: Meine Gäste sind Menschen, die mich inspirieren, sei es Spinnendomteure, Dinosaurierexperten, Pferdeflüsterer oder Artenschützer.

00:00:42: Bei Wolfsblut tierisch echte Geschichten geht es nicht nur um unser Miteinander mit Tieren, sondern auch um den wichtigen Artenschutz und darum, wie wir unser Zusammenleben mit den Tieren auf unserem Planeten verbessern können.

00:00:55: Seid dabei, lernt wissenswertes über verschiedene Tierarten und lasst euch in die faszinierende Welt der Tiere entführen.

00:01:06: Na, habt ihr erkannt, um welches Tier es heute geht?

00:01:10: Richtig, es geht um den Wolf.

00:01:13: Warum hat der Wolf eigentlich so ein schlechtes Image?

00:01:16: Liegt es nur an Rotkäppchen oder sind es die wilden und reißerischen Stories auf Social Media?

00:01:22: Wir lieben Hunde und, man sagt ja immer, der Hund stammt vom Wolf ab.

00:01:27: Aber irgendwie haben wir immer noch ein ungutes Gefühl, wenn es um das Thema Wolf geht.

00:01:34: Der Schutzstatus des Wolfes in der Flora Fauner Habitat-Richtlinie, kurz FFH, wird von Strenn geschützt auf Geschütztherap gestuft.

00:01:44: Was sich dadurch für den Wolf und den Umgang mit ihm verändert hat, klären wir in der heutigen Sendung.

00:01:50: Mein heutiger Gast ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Hessen Forst und hat fünf Jahre über den Wolf geforscht.

00:01:57: Herzlich willkommen, liebe Luisa Traut vom Wolfszentrum Hessen.

00:02:01: Hallo, vielen Dank für die Einladung.

00:02:03: Ich freue mich sehr, denn das Thema Wolf ist ja momentan in aller Munde.

00:02:09: Aber bevor wir richtig einsteigen, haben wir den Wolf als Tier des Monats vorbereitet und wir haben die KI mal gefragt, nennen uns drei lustige Fakten zum Thema Wolf.

00:02:25: Und hier ist das, was ausgekommen ist.

00:02:28: Erstens, der Wolf war in Deutschland lange Zeit als ausgestorben angesehen, bis er sich in den letzten zwei Jahrzehnten wieder zurückgemeldet hat.

00:02:36: Man könnte sagen, er hat sich wie ein echter Superstar zurück auf die Bühne gekämpft und das ganz ohne PR-Agenten.

00:02:44: Vielleicht hat er sich auch gedacht, Rotkäppchen hat meinen Ruf ruiniert, jetzt ist es Zeit für ein Comeback.

00:02:52: Zweitens, Wölfe leben in Rudeln, die wie eine große Familie sind.

00:02:57: Sie kümmern sich um ihre Jungen und arbeiten zusammen, um Beute zu jagen.

00:03:01: Man könnte sagen, sie sind die Wolf-Familie von Deutschland.

00:03:05: Und das ganz ohne Reality TV.

00:03:08: Vielleicht sollten sie Rotkäppchen mal zu einem Familienessen einladen, um zu zeigen, dass sie nicht nur gefährlich, sondern auch ganz gesellig sind.

00:03:18: Drittens.

00:03:18: Wölfe

00:03:19: spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem.

00:03:22: indem sie die Population von Rehen und anderen Tieren regulieren.

00:03:26: Sie sind die natürlichen Ordnungshüter des Waldes, die dafür sorgen, dass das Gleichgewicht erhalten bleibt.

00:03:33: Vielleicht sollte Rotkäppchen ihnen ein Dankeschön schicken.

00:03:36: Denn ohne die Wölfe könnte es bald

00:03:39: zu viele

00:03:39: hungrige Rehe geben, die sich über ihre Leckereien hermachen.

00:03:43: Also, liebe Leute, denkt daran, Wölfe sind nicht die bösen Bogen auf dem Märchen, sondern wichtige Mitglieder unserer Naturfamilie Auch wenn Rotkäppchen das etwas anders dargestellt hat.

00:03:55: So, liebe Luisa, bevor wir anfangen, über deine Arbeit zu sprechen im Wolfszentrum Hessen, hast du denn selber Tiere?

00:04:02: Ähm, ja, ich hab eine Katze.

00:04:04: Eine Katze?

00:04:05: Okay, ich hätte jetzt fast gedacht, dass du einen Hund hast, aber ... Ähm,

00:04:09: noch nicht, aber hätte ich sehr gerne.

00:04:11: Muss aber zu den Lebensumständen passen.

00:04:13: Genau, das stimmt.

00:04:14: Und was hast du für eine Katze?

00:04:16: Was für eine Art?

00:04:18: Europäische Kurze.

00:04:19: Also die Klassische,

00:04:20: die fast jeder

00:04:20: hat.

00:04:21: Okay, cool, super.

00:04:23: Aber du bist ja beruflich.

00:04:25: Beim Thema Wolf gelandet, wie kam das denn?

00:04:27: Ja, das ist eine ganz lustige Geschichte.

00:04:29: Ich habe in meinem Unfall eine Gewalteteilter und habe dann während meines Studiums zur Biologie einen Vortrag gehört über die biologische Vercremung von Insekten und habe mir gedacht, das kann doch auch beim Wolf funktionieren.

00:04:43: Ich habe dann während meines Studiums schon angefangen, die Richtung zu forschen.

00:04:45: Ich habe dann glücklicherweise danach auch ein Forschungsprojekt begleiten können, genau zu dem Thema.

00:04:51: Und dann war das Projekt zu Ende.

00:04:53: Und die Stelle bei Hessen Forst war frei.

00:04:55: an mich gedacht.

00:04:55: Ich bewerb mich einfach mal und heute bin ich hier.

00:04:58: Und hattest du den Wolf denn vorher auf dem Schirm so als Tierart oder war das dann im Zuge deines Studiums irgendwie, dass du sagst, okay, ich beschäftige mich jetzt damit?

00:05:09: Also findest du den Wolf auch so faszinierend wie ich zum Beispiel?

00:05:13: Natürlich ist es ein sehr faszinierendes Tier, aber es ist jetzt nicht so, dass ich auf den Wolf fokussiert war früher.

00:05:20: Es gibt sehr, sehr viele faszinierende Tiere auf der Welt.

00:05:23: Du hast wahrscheinlich im Laufe deiner Arbeit jetzt super viel zum Thema Wolf gelernt, ne?

00:05:29: Was ist denn eine Sache, wo du gedacht hast, boh krass, sieht diese Info?

00:05:33: Das wusste ich nicht, aber das ist so spannend.

00:05:35: Also gibt's da irgendwas, wo du jetzt im Nachhinein sagst, krasse Info, wusste ich nicht, sollte jeder wissen?

00:05:43: Also tatsächlich wusste ich schon, dass der Wolf intelligent war, aber war sehr überrascht.

00:05:47: bei der Arbeit mit den Tieren, wie intelligent die Tiere sind.

00:05:51: Die schauen sich tatsächlich oder können sich verhaltensweise gegenseitig voneinander abschauen, lernen voneinander und, was ich auch super spannend fand, jeder Wolf hat seinen komplett eigenen Charakter.

00:06:03: Also man sagt ja immer, der Wolf ist der Vorfahre vom Hund.

00:06:06: Also wenn der Wolf jetzt so intelligent ist, kann mein Hund nicht vom Wolf aufstammen.

00:06:12: Mein Drubermann ist nämlich eher so ein bisschen... Naja, nicht ganz so schlau.

00:06:17: Ja, in jedem Hund steckt ja auch noch rohübsgenetisch drin, ne?

00:06:20: Ja, genau.

00:06:21: Also, trotzdem muss man sagen, ich hatte auch schon sehr viel mit Hunden zu tun in meinem Leben und viele vergleichen das immer, aber bei von von kann man es überhaupt nicht vergleichen.

00:06:30: Die kommunizieren komplett unterschiedlich miteinander, die haben eine unterschiedliche Lebensweise und sie sehen halt optisch sich relativ ähnlich, beziehungsweise kommt auch von welcher Rasse.

00:06:41: Aber ansonsten kann man das gar nicht miteinander gleichsetzen.

00:06:44: Jetzt ist ja der Wolf seit den zweitausendern wieder zurück in Hessen oder in Deutschland generell?

00:06:51: In Deutschland.

00:06:51: Also im Jahr zweitausend wurden die ersten Welpen in Deutschland geboren, in freier Wildbahn.

00:06:56: Und das nimmt man so als Punkt, dass sie zurück waren.

00:06:58: Vorher wurden schon einzelne Tiere immer mal gesichtet.

00:07:00: Das waren Sachsen in der Lausitz auf dem Truppenübungsplatz.

00:07:03: Und seit dem Jahr zwei tausend acht haben wir auch wieder den ersten sesshaften Wolf hier in Hessen gehabt.

00:07:08: Und wir sind die Wölfe zurückgekommen.

00:07:10: Also die sind ja nicht geflogen oder mit dem Zug gefahren und gesagt, lass uns mal nach Deutschland.

00:07:14: Also wie kommt denn sowas?

00:07:16: Der war ja hundertfünfzig Jahre weg, der Wolf.

00:07:19: Genau, also wir Deutschen haben ja den Wolf selber ausgerottet.

00:07:24: Das war unsere Entscheidung, wenn man das so sagen darf.

00:07:27: Und aufgrund dessen, dass dann Deutschland wieder eine Einheit wurde und der Schutzstatus des Tieres stark erhöht wurde, durch die FFH-Richtlinie, also die Flora, vorne Habitat-Richtlinien und die Berner Konvention, aber auch durch das Bundesnaturschutzgesetz war es dem Wolf eben möglich, wieder Deutschland zu besiedeln.

00:07:47: Beziehungsweise die ersten Tiere kamen aus dem östlichen Raum, aber mittlerweile haben wir auch Tiere, auch wenn es nur Vereins sind, die quasi aus dem Süden über die Alpen zurück nach Deutschland kommen.

00:07:58: Wie viel Kilometer legt dann so ein Wolf am Tag zurück?

00:08:02: Der kann in einer Nacht locker acht Kilometer laufen, wenn er das möchte.

00:08:05: Wow.

00:08:07: Und wie groß ist denn so ein Wolf?

00:08:09: Wie nennt man das denn Wolfs?

00:08:10: Gebiet,

00:08:12: Territorium,

00:08:13: Wolfs-Territorium, wie groß ist denn so was?

00:08:15: Tatsächlich ist es zwischen hundertfünfzig und dreieinhalbzig Quadratkilometer groß.

00:08:19: Das ist relativ groß, das wird auch oft unterschätzt, dass das aber so variabel ist, liegt vor allem in Deutschland an der Fraktionierung durch Straßen zum Beispiel.

00:08:29: Und wieso ist denn die Rückkehr des Wolfes für den Naturschutz so wichtig?

00:08:34: Also wenn man jetzt mal die negativen Stimmen weglässt zum Thema Wolf.

00:08:38: Das ist ja immer so ein bisschen der Wolf polarisiert ja auch sehr.

00:08:41: Aber warum ist es denn für uns oder für die Wälder so wichtig, dass er wieder da ist?

00:08:45: Natürlich können wir vom Wolfszentrum ja selber keine Wertung abgeben müssen, das nicht dann betrachten.

00:08:50: Aber es ist schon so, wenn der Wolf in großer Zahl vorhanden ist, was in Hessen derzeit noch nicht ist, kann er natürlich Einfluss auf biologische Faktoren nehmen.

00:08:59: Zum Beispiel kann er dafür sorgen, dass das Wild im Wald fitter ist, weil er zum Beispiel hauptsächlich erstmal kranke und alte Tiere aus der Population entfernt, aber auch weil die Tiere sich viel mehr bewegen im Wald und dadurch auch eine körperliche Fitness haben.

00:09:15: Außerdem kann er natürlich vor Überweidung schützen.

00:09:18: oder wenn ein großer Teil vorhanden ist, was man aus anderen Ländern gut belegen kann, sorgt er auch dafür, dass weniger Verbiss im Wald zum Beispiel ist, was auch ein Problem sein kann.

00:09:27: oder es gibt weniger Wildschweine, was auch in manchen Regionen in Deutschland ja mittlerweile schon ein Problem ist, dass wir zu viele davon haben.

00:09:35: Also der Wolf ist quasi so ... Das Ordnungsamt.

00:09:39: Ein bisschen?

00:09:42: Ja, so kann man das vielleicht sagen.

00:09:44: Wie gesagt, aber nur, wenn da ein großer Zahl vorhanden ist.

00:09:47: Das Wolfszentrum Hessen.

00:09:48: Also ich wusste ja gar nicht, dass es eine öffentliche, offizielle Stelle gibt.

00:09:54: Ihr seid ja eine Behörde zum Thema Wolf.

00:09:57: Also wieso gibt es euch?

00:10:00: Ja, tatsächlich lieben wir uns das relativ viele nicht, dass es das auch in Hessen gibt.

00:10:04: Bei anderen Bundesländern ist das wahrscheinlich bekannter.

00:10:07: Es geht einfach darum, durch die Fahrrichtlinien ist Deutschland dazu verpflichtet, ein Monitoring über gefährdete Tierarten zu machen, worunter eben auch der Wollfeld.

00:10:18: Und durch Dinge wie Natura, ist Deutschland ja auch sehr daran interessiert zu wissen, wie es der eigenen Flora und Fauna geht.

00:10:28: Das Weiteren ist es so, dass natürlich dadurch, dass der Wolf zurück der Deutschland gekommen ist und auch nach Hessen das auch Probleme mit sich bringt.

00:10:35: Gerade Weidetierhalter stehen dafür großen Herausforderungen und deswegen sind wir nicht nur dafür da, das Monitoring zu machen, was Deutschland wert einheitlich ist, sondern wir schicken auch unsere Wolfsberater raus, so heißt es an Hessen, das sind die, die auf die Weide gehen, falls es tatsächlich einen Schaden gab.

00:10:53: und dann eben den Kadaver untersuchen, ob es ein möglicher Voice-Übergriff gewesen wäre.

00:10:59: Diese ganzen Daten werden dann geschickt, also unsere Voice-Berater.

00:11:03: Man könnte so sagen, dass es sind die Kriminologen, die vor Ort gehen und alles dokumentieren.

00:11:08: Die geben uns alle Infos und wir machen dann die amtliche Feststellung und die wird eben von den beiden Detailtern benötigt, um eventuell Billigkeitsleistungen zu beantragen.

00:11:18: Super spannend.

00:11:19: Thema Weidetierhalter.

00:11:20: sprechen wir gleich nochmal drüber.

00:11:23: Wie viel Wolfsrudel gibt es denn momentan in Hessen?

00:11:26: Zwei Stück tatsächlich.

00:11:28: Die als sesshaft gelten.

00:11:30: Sesshaft bedeutet immer, dass die Tiere mindestens sechs Monate in einem gewissen Gebiet nachgewiesen werden konnten.

00:11:37: Momentan gelten drei Territorien in Hessen als vom Wolf besetzt.

00:11:43: Das ist einmal das Rudel in Rüdesheim.

00:11:46: einmal das Rudel in Wald kappeln.

00:11:48: Das ist das noch relativ neu.

00:11:50: Wir haben nämlich erst vor kurzem, von drei Monaten, eine Fotoaufnahme von der Fähre mit gesäugiger Entdeckt und Wolfs.

00:11:59: Welpen, Hinweise entdeckt, weswegen das erst neu als Rudel ausgewiesen werden konnte.

00:12:05: Und wir haben noch ein paar in Greifenstein.

00:12:09: Und die Fehl ist übrigens der weibliche Wolf.

00:12:13: Habe ich gelernt neulich.

00:12:14: Monitoring, das heißt, ihr überwacht den Wolfsbestand in Hessen.

00:12:20: Wenn du jetzt sagst Kameras, stell dir einfach Kameras im Wald auf oder wie kann man sich das dann vorstellen?

00:12:25: Genau, also das hessische Monitoring funktioniert so, dass wir selber ein aktives Monitoring machen.

00:12:29: Das heißt, wir vom Wolfszentrum haben selber Kameras draußen hängen, die auch von unseren Wolfsberatern, aber auch von uns selber betreut werden.

00:12:38: Aber wir setzen auch viel auf Informationen aus der Bevölkerung, hauptsächlich von Menschen, die einfach viel im Wald unterwegs sind, natürlich viel von Jägern, aber auch einfach von der Bevölkerung, die gerne sich im Wald aufhält.

00:12:53: Und das finde ich nämlich total spannend.

00:12:56: Ihr da draußen, wenn ihr viel im Wald unterwegs seid und glaubt, einen Wolf gesehen zu haben, dann kann man sich aber euch melden, ne?

00:13:05: Ja, also wir freuen uns über jeden Hinweis.

00:13:07: Nicht nur bei einer Sichtung, sondern auch, wenn ihr einen Fotenabdruck habt, wo ihr denkt, das könnte jetzt ein Wolfsfoto gewesen sein, wenn ihr Losungen, also die Hinterlassenschaft, findet.

00:13:17: Und es ist nicht hundetypisch und es könnte ein Wolf sein.

00:13:21: gerne fotografieren, wenn das möglich ist und über unsere Homepage dann an uns melden.

00:13:28: Ihr habt ja einen ganz tollen Flyer zum Thema Wolf und da ist so ein kleines Miniquiz mit drin.

00:13:31: Das finde ich auch total spannend.

00:13:33: Da sind vier Bilder von einem in Anführungsstrichen Wolf oder es könnte ein Wolf sein.

00:13:40: und ihr fragt dann so, ja, welches der Tiere ist denn nun der Wolf?

00:13:44: Und das ist krass, weil ich lag nämlich daneben.

00:13:47: Also das ist Wahnsinn.

00:13:50: Wie erkennt man denn den Wolf jetzt?

00:13:53: Ja, das liegt so ein bisschen da dran, weil wir natürlich viel geprägt sind von Hollywood und vielen Filmen.

00:14:01: Und da wird der Wolf natürlich sehr atypisch dargestellt.

00:14:04: Der Wolf, der Bilderwolf im Wald ist dann vielleicht nicht ganz so atypisch.

00:14:08: Weswegen da es oft Verlechslung gibt, weil auch gerade in Hollywood können natürlich nicht Wölfe genutzt werden für irgendwelche Filme, sondern sind oft Hunder, die genutzt werden.

00:14:18: Das könnte ein Grund sein, warum es dann natürlich immer zu unterschieden kommt.

00:14:21: Das Schwierige ist auch einfach dadurch, dass Wolf und Hund bzw.

00:14:25: bestimmte Unterrassen sich sehr äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh.

00:14:44: Ein Hinweis darauf, dass es sich um einen Wolf handeln könnte, ist auf die schnazten Regionen, die ist etwas länger und schmaler wie bei vielen Hausschälen.

00:14:51: Die Ohren sind relativ klein und innen behaart und er lässt die Route hängen in der Regel.

00:14:56: Natürlich nutzt er, also die Route ist der Schwanz vom Bohrhilf.

00:15:00: Er benutzt sie natürlich auch zur Kommunikation, aber der Wolf ist ein Wildtier, ein großer Beutegreifer und der möchte wie jeder andere Beutegreifer so viel Energie wie möglich sparen.

00:15:11: Das bedeutet, wenn er so wie unsere Haustunde den Schwanz immer hochhalten würde, wäre das... Genau, Schwanzwedeln.

00:15:16: Das würde der Wolf nicht machen, weil das unnötige Energieverschwendung für ihn wäre.

00:15:19: Ja,

00:15:20: total spannend.

00:15:21: Also wenn ihr Lust habt, wie ihr stellen euch dieses Quiz mal online, macht unbedingt mit.

00:15:26: Ich finde das mega, mega spannend.

00:15:29: Sag mir doch mal eure Webseite.

00:15:32: www.warfszentrum.hessen.de.

00:15:34: Da gibt es ganz, ganz, ganz viele Informationen zum Thema Wolf.

00:15:38: Und ja, wie gesagt, ich wusste das nicht, dass man, wenn man einen Wolf vermutet, gesehen zu haben, dass man sich dann an euch wenden kann und sagen kann, hey hier, ich habe wahrscheinlich einen Wolf gesehen, überprüft das mal.

00:15:51: Wie viele Falschmeldungen gibt es denn?

00:15:53: Prüft ihr sowas auch?

00:15:55: Kann man das sagen?

00:15:56: Achtzig Prozent der Meldungen war doch kein Wolf, oder?

00:15:59: Es ist ein bisschen schwierig zu sagen, weil natürlich, wenn die Situation es nicht zugelassen hat, dass man ein Foto oder Video machen konnte, können wir ja nicht wissen, ob es wirklich ein Wolf war oder nicht.

00:16:08: Dennoch sind so Hinweise für uns sehr, sehr wichtig.

00:16:11: Aber Sichtungen ohne Foto oder Video, das können natürlich nicht als Nachweis gelten, sind aber Hinweise.

00:16:17: Wenn zum Beispiel einige solche Hinweise aus einer bestimmten Region kommen, wo wir gar keinen Wolf vermuten, können wir agieren und können zum Beispiel dort Kamerafallen aufhängen oder uns eben näher mit der Region beschäftigen.

00:16:30: Du hast mir gerade vor unserem Interview erzählt, dass in Rüdesheim ein bisschen was los ist bei dem Wolfshodel.

00:16:36: Erzähl mal.

00:16:37: Genau, also generell ist es so, dass es momentan bzw.

00:16:40: für dieses Monitoring-Jahr, wir sprechen immer vom Monitoring-Jahr, das orientiert sich am Wolfsjahr, das ist immer vom ersten Fünften des Vorjahres bis zum dreißigsten vierten des Vorjahres.

00:16:49: Es sind in Hessen einige Aktivitäten gibt und in Rüdesheim ist es so, dass wir Die Elterntiere, ein Rudel besteht immer aus Elterntiere und den Nachkommen der nächsten zwei Jahre, den das Männchen seit November letzten Jahres nicht mehr nachweisen konnten und den wir sogar seit Juli letzten Jahres.

00:17:05: Dafür haben wir jetzt in der Region quasi am südlichen Teil des Territoriums oder wo wir das Territorium vermuten.

00:17:12: zwei andere männliche Tiere genetisch nachweisen können.

00:17:16: Deswegen müssen wir jetzt eben mal genauer hinschauen, was denn da los ist in Rödesheim, ob sich vielleicht das Territor um ihn ein bisschen verschoben hat.

00:17:23: Das wäre ja eine Möglichkeit, dass die Tiere sich vielleicht einfach ein bisschen weiter nördlich befinden oder ob fremde Tiere ins Rudel aufgenommen wurden.

00:17:32: Das ist unheimlich selten, aber aus dem Yellowstone Nationalpark zum Beispiel wissen wir, dass das möglich ist oder ob das Rudel vielleicht sogar gar nicht mehr da ist.

00:17:42: Die sind vielleicht ausgewandert.

00:17:44: Wetter ist ja auch so doof hier momentan.

00:17:47: Lass uns mal über das Thema Nutztierhalter sprechen.

00:17:52: Das ist ja mit wahnsinnig viel Emotionen belastet.

00:17:55: Man hört ja immer wieder, dass Wölfe Nutztiere reißen.

00:17:58: Da wird natürlich wahnsinnig viel über Social Media auch Negatives gepusht und und und.

00:18:03: Der Wolf ist ja dann auch so ein bisschen der Fluch für die Landwirte.

00:18:06: Wie ist das denn?

00:18:08: Ihr beratet, ihr Berät beratet?

00:18:11: Heißt das denn?

00:18:12: Schreibt mir das mal bitte in die Kommentare.

00:18:13: Beratet.

00:18:16: Ihr macht Beratung zum Nutztierhalter, wie sie sich vor Wölfen quasi schützen können.

00:18:26: Geht dann jemand von euch vor Ort und spricht dann mit dem Landwirt?

00:18:30: Oder wie kann man sich das vorstellen?

00:18:32: Tatsächlich ist das so, dass wir vom Wolfzentrum das nicht machen, sondern das macht der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen.

00:18:39: Für alle Weidetiehalter da draußen, da kann man eine kostenlose Weideschutzberatung bekommen, telefonisch aber auch vor Ort.

00:18:48: Aber natürlich ist die Rückkehr des Wolfes für die Weidetiehalter nicht ganz ohne.

00:18:54: größtenteils ist es so, dass der Wolf sich sein Wild im Wald sucht und zum Beispiel das Gutel aus Güdesheim, dem konnte bis jetzt kein einziger Nutztischaden zugewiesen werden, obwohl diese ja schon seit Jahrzehnteilundzwanzig in den Gebiet sind.

00:19:07: Aber natürlich kann es einen weitetäter sehr, sehr stark treffen.

00:19:10: Zum Beispiel hatten wir dieses Jahr einen Vorfall in lichten, hessisch lichte Nau.

00:19:16: Wir hatten einen Vorfall in Hessen schlicht und genau.

00:19:18: Dort wurden leider bei einem Übergriff elf Gatterwild getötet und der nächsten Tag kam der Wolf nochmal und hat sich nochmal ein Tier geholt.

00:19:28: Das kann dann für einen weite Theater natürlich sehr dramatisch sein.

00:19:31: Ja, das sind dann sehr traurige Nachrichten für den Nutztierhalter.

00:19:38: Wenn so was jetzt passiert, also wenn jetzt ein Nutzer halt ein Landwirt bei euch anruft und sagt, äh, hier wurden Tiere gerissen, geht ihr ja quasi mit eurem CSI-Koffer

00:19:48: gefühlt

00:19:49: raus und untersucht diesen Fall, ne?

00:19:51: Wie läuft denn sowas ab?

00:19:52: Genau, also sollte jemand von euch da draußen beide Tiere halten und euer Tier findet ihr tot auf der Weide und ihr habt das Gefühl, das könnte ein Wolfsübergriff gewesen sein.

00:20:02: Meldet euch gerne über unsere Hotline, die findet ihr auch auf unserer Homepage.

00:20:07: Und dann würden wir einen Wolfsberater zu euch schicken, der diesen Fall untersucht.

00:20:12: Und diese DNA-Probennahme ist tatsächlich aber der kleinste Teil von seinen Aufgaben.

00:20:17: Er wird vor Ort versuchen, Spuren zu finden, Trittsiegel, abgesetzte Losungen.

00:20:22: Wo könnte der Wolf eben durch den Zaun gekommen sein?

00:20:24: Weil meistens findet man da, oder man hat dort eine höhere Chance Haare zu finden, dadurch, dass er durch den Zaun gekommen ist.

00:20:32: Und auch für die Weidetierter da draußen sollte das leider euch getroffen haben.

00:20:36: Ein kleiner Tipp, wenn ihr selber auf die Weite geht, achtet, wo ihr hintretet, damit ihr auch selber keine Spuren verwischt.

00:20:43: Und wenn ihr ein Hund dabei habt, natürlich sorgt dafür, dass der Hund, wenn es möglich, nicht an den Kadaver geht und deckt am besten den Kadaver ab, damit er eben nicht so nur Regen oder anderen Faktoren ausgesetzt ist.

00:20:55: Ja, das muss erstmal, glaube ich, ein Schock sein, wenn du auf die Weite gehst und siehst dann deine Tiere oder ein Tier, was getötet wurde.

00:21:03: Wie wird denn den Landhirten oder Weidetierhaltern noch geholfen?

00:21:08: Kriegen die irgendwie eine Entschädigung oder sowas?

00:21:11: Genau, also es hatten wir vorhin schon mal angesprochen.

00:21:13: Es gibt die Möglichkeit, Billigkeitsleistung zu erhalten, wenn der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann.

00:21:20: Da wären wir wieder bei der amtlichen Feststellung.

00:21:24: Dazu muss man sagen, die wird oft unabhängig von dem Geneergebnis gemacht, weil die amtliche Feststellung machen wir meistens viel früher, bevor wir überhaupt das Geneergebnis haben.

00:21:34: In Hessen ist es seit Januar tatsächlich so, dass die Richtlinien geändert wurden und es ist für Billigkeitsleistung ausreichend, wenn wir feststellen, Wolf kann nicht ausgeschlossen werden.

00:21:44: Also es muss nicht die amtliche Feststellung, Wolf, sein.

00:21:47: Okay.

00:21:48: Und Thema Social Media.

00:21:52: Wir leben ja nun in einer Welt, wo ja alles sofort ins Internet getragen wird, wo man auch Unwahrheiten streuen kann.

00:22:01: Du hast mir im Vorfeld erzählt, dass es sehr, sehr große Probleme mit Social Media gibt.

00:22:08: Was ist denn das größte Problem, was ihr habt?

00:22:10: Ja.

00:22:11: Also, nächstes Mal muss ich einmal sagen, wir vom Wolfszentrum Verteufel, Social Media, nicht Print, das kann eine sehr, sehr gute Möglichkeit sein, stellen unkompliziert Informationen weiter zu geben.

00:22:20: Wir nutzen das selber über unsere Instagram-Seite von Hessen Forst und geben uns unser Story.

00:22:25: Alle Nutztächer, die uns gemeldet werden, informieren öffentlich über alle Nutztächer, die uns gemeldet werden.

00:22:32: Aber es ist leider so, dass es viele falsche und fehl Informationen im Internet gibt oder auch, dass wahre Begebenheiten mit falschen Informationen gemischt werden und dadurch noch glaubhafter wirken.

00:22:44: Und leider ist es so, dass uns immer wieder von der Bevölkerung oder Personen, die dann betroffen sind, gemeldet wird.

00:22:51: Aber ich habe doch gemeldet, dass was passiert ist.

00:22:53: Aber leider eben nicht bei uns, weil manchmal den Leuten im Internet suggeriert wird, dass es andere Meldestellen in Hessen gibt, wo man eben Nutztierschäden oder auch andere Sichtungen melden könnte, dem ist aber nicht der Fall.

00:23:03: Das Wolf-Zentrum Hessen ist die amtliche Meldestelle in Hessen und auch die einzige Meldestelle in Hessen für alle Informationen bezüglich des Wolfs.

00:23:12: Okay.

00:23:13: Was sind dann so Mythen, die kursieren zum Thema Wolf?

00:23:16: Gibt's da irgendwas, was ihr schon mal gehört habt auf Social Media?

00:23:20: Ja,

00:23:20: natürlich.

00:23:21: Es gibt da ganz, ganz viele.

00:23:22: Ein großer Mythos ist immer, dass hier quasi ganz Hessen mit Wölfen übervölkert wäre und die Regierung würde immer die Zahlen klein halten.

00:23:35: Dem ist nicht so.

00:23:36: Ich glaube, das liegt einfach an einem großen Missverständnis.

00:23:40: Man muss verstehen, wir haben zum Beispiel jetzt ab dem ersten Fünften, also im aktuellen Monitoring Jahr, vierzehn Individuen in Hessen nachgewiesen.

00:23:46: Also vierzehn verschiedene Wölfe.

00:23:48: Das sind unter anderem die sesshaften Wölfe.

00:23:51: Oft aber auch Durchzieher, von denen wir schon wissen, dass sie ganz woanders leben.

00:23:54: Zum Beispiel haben wir einen Wolf im Odenwald nachgewiesen, Anfang des Jahres und wissen, dass der jetzt in Süddehmark ist.

00:24:00: Wow!

00:24:01: Aber... Diese vierzehn sind natürlich eine absolute Mindestanzahl.

00:24:06: Das bedeutet ja, wir müssen nicht nur einen Gen-Nachweis von diesen Tieren haben.

00:24:10: Und wenn die keine Nutztierschäden machen, kriegt man selten einen davon.

00:24:15: Dieser Gen-Nachweis muss auch soweit ausgewertet sein, dass man haplo- und genotyp bestimmen kann.

00:24:20: Das ist haplo- und genotyp?

00:24:22: Genau, das wollte ich kritisieren.

00:24:24: Und zwar ist es so... Der Haplotyp wird über einen bestimmten biologischen Vorgang analysiert und das ist ein bisschen einfacher, leihenhaft ausgedrückt.

00:24:34: Rauszufinden, ist es überhaupt ein Wolf oder ist es keiner?

00:24:37: Der Genotyp, das ist quasi der Name vom Wolf.

00:24:40: Welcher Wolf ist es?

00:24:41: Wo stammt der her?

00:24:42: Was sind vielleicht die Eltern-Tiere?

00:24:44: Ist ein bisschen schwieriger.

00:24:45: Dafür braucht man nämlich DNA aus dem Zellkern, Muster für den Zellkern erst mal kaputt machen, um an diese DNA zu kommen.

00:24:52: Und da muss das schon eine sehr gute Probe sein.

00:24:55: Das heißt, wir haben auch oft genetisch nachgewiesen Wolf, aber wissen nicht, welches Tier.

00:25:00: Und somit würde dieses Tier bei diesen vierzehn Jahren nicht auftauchen, weil wir nicht wissen, ist es ein Tier, das wir schon mal nachgewiesen haben?

00:25:06: Oder ist es ein komplett anderes Tier?

00:25:08: Und ich glaube, dadurch entstehen über diese Missverständnisse, wir würden Informationen zurückhalten, was nicht der Fall ist.

00:25:14: Aber wir können auch nicht zum Beispiel jedes Tier, was wir auf einer Fotofalle sehen, als neuen Wolf.

00:25:20: melden oder neuen Wolf ausgeben, weil wir ja nicht wissen, ist das jetzt vielleicht ein Wolf, den wir schon genetisch nachgewiesen haben.

00:25:27: Wir versuchen das immer wieder, dass sich jeder Wolf, der nach Hessen kommt, irgendwo einträgt, aber irgendwie wollen die sich immer nicht in die Liste infrage.

00:25:33: Ich weiß auch nicht.

00:25:34: Ein wundermelder Amt.

00:25:37: Wolfsabteilung.

00:25:39: Sehr gut.

00:25:39: Habt ihr wahrscheinlich dann so eine Datenbank, oder?

00:25:42: Ja genau, wir nutzen eine Datenbank dafür und auf unserer Homepage kann sich auch jeder interessierte Bürger und jede interessierte Bürgerin über alle uns gemeldeten Nutzgeschieden, alle Wildtiere, und auch über alle sogenannten C-I Nachweise, also gesicherten Wolfsnachweise informieren.

00:26:01: Habt ihr den Namen gegeben, den Wölfe?

00:26:03: Das Senkenberg-Institut, das ist ja das Institut, was in komplett Deutschland die Genetik untersucht.

00:26:09: vergibt immer sehr charmante Namen, die immer heißen GW-... Oh,

00:26:14: das müssen wir ändern.

00:26:15: Da muss ich mit dem Senkenberg-Museum mal sprechen.

00:26:18: Wir haben nämlich bald das Senkenberg-Museum auch zu Gast hier in der Sendung.

00:26:22: Da freue ich mich sehr, das geht aber dann um das Thema Dinosaurier.

00:26:25: Aber die werde ich mal ansprechen, weil ich finde, man muss schon einen guten Namen haben.

00:26:29: Also mit dem Namen finde ich steht und fällt alles.

00:26:32: Was sollte man denn beachten, wenn man jetzt im Wald unterwegs ist und... Der seltene Fall passiert, dass einem ein Wolf auf einmal begegnet.

00:26:41: Was sollte man denn dann am besten tun?

00:26:43: Wichtig ist zuerst, sich erst mal nicht davor erschrecken, dass der Wolf vielleicht stehen bleibt.

00:26:48: In den Medien wird immer gesagt, der Wolf ist scheu.

00:26:51: Da wird aber die Scheuheit im biologischen Sinne gemeint.

00:26:57: Das bedeutet, dass er nicht die Nähe zum Menschen sucht.

00:26:59: Aber der Wolf wird nicht paarenschweckrennen, wenn er im Menschen sieht.

00:27:02: Das ist aber die Erwartungshalten von vielen Leuten.

00:27:05: Deswegen ist es dann zu unguten Gefühlen kommen, wenn der Wolf doch länger stehen bleibt.

00:27:08: Und gerade Jungtiere werden noch mal ne Minute länger stehen bleiben, weil es eben in der Natur des Wolfes liegt, sich eine Situation erst mal anzuschauen.

00:27:19: Wer ist da mir gerade gegenüber?

00:27:20: Sind da mehrere?

00:27:21: Wo sind meine Fluchtmöglichkeiten?

00:27:23: Und dann wird er einen geordneten Rückzug antreten und vielleicht zwischendurch noch mal stehen bleiben, noch mal zurückgucken, um ihm die Gefahr einzuschätzen.

00:27:31: Generell ist es so, wenn man tatsächlich einem Wolf begegnet, kann man den sehr gerne beobachten, wenn man das möchte.

00:27:37: Am besten auch ein Handy zücken, ganz schnell Foto machen, gell, für euch?

00:27:41: Ja,

00:27:41: aber nur bereit, dass das natürlich möglich ist und falls man sich wohl damit fühlt.

00:27:46: sollte es jetzt der Fall sein, dass man sich unwohl fühlt, dann sollte man sich erst mal auf sich als Mensch aufmerksam machen, gerade wenn man auf dem Fahrrad oder auf dem Pferd unterwegs ist.

00:27:55: Es ist oft eine Situation, wo der Wolf überhaupt nicht versteht, dass das jetzt ein Mensch einem gegenüber ist, weil diese gestapelte Situation Fahrrad und ein Mensch obendrauf zum Beispiel kommt in der Natur quasi nicht vor.

00:28:06: Das ist was, was der Wolf eigentlich nicht kennt.

00:28:09: Sich als Mensch zu erkennen geben, macht man am besten, indem man Geräusche macht, die es in der Natur eigentlich so auch nicht gibt, außer von Menschen, zum Beispiel eben durch laute Rufen und Klatschen.

00:28:18: Sollte es jetzt doch der Fall sein, dass das Tier auf einen zukommt, hilft es tatsächlich, ein, zwei beherzte Schritte auf den Wolf zuzugehen.

00:28:28: Das habe ich selber auch schon im Gehege gemacht, hat bis jetzt zumindest im Gehege immer funktioniert.

00:28:34: Wenn man sich das zutraut, sollte man sich das nicht zutrauen, ist es natürlich auch legitim, Stöcke steinen und alles zu werfen, um sich eben selber zu schützen.

00:28:42: Und ich glaube, wir können es ja nochmal erwähnen, bitte nicht versuchen zu füttern.

00:28:46: Genau,

00:28:47: ne?

00:28:48: Ich denke, dass das selbstverständlich ist, aber unsere Aufgabe als hessische Bevölkerung ist es definitiv nicht den Wolf dazu zu belohnen, dass er die Nähe zu Menschen sucht.

00:28:58: Das bedeutet nicht füttern, wenn man im Wald unterwegs aus keine Essensreste liegen lassen.

00:29:03: Wenn man einen Aussiedlerhof hat, am besten auch dort versuchen, die Abfälle irgendwie zu schützen, dass da keine Tiere dran kommen können.

00:29:13: Nicht füttern, nicht streicheln.

00:29:14: Ganz wichtig, wenn ihr mal Welpen seht.

00:29:17: Natürlich ist das erstmal süß, das verstehe ich auch.

00:29:20: Ich hatte selber schon Welpen auf dem Arm.

00:29:22: Das ist total spannend.

00:29:24: Aber in der freien Natur werden die älteren Geschwister und wahrscheinlich auch die Eltern nicht weit sein.

00:29:29: Der Wolf ist altruistisch, der wird seinen Nachkommen verteidigen.

00:29:33: Dementsprechend sollte man eher genau den Rückwärtsgang einlegen, wenn man Welpen sieht.

00:29:37: Genau, wenn man ein totes oder verletztes Tier sieht, man kann nicht wissen, ob da weitere Tiere in der Nähe sind.

00:29:43: Am besten nicht hingehen, sondern sich einfach aus der Situation entfernen.

00:29:48: Und das Ganze bei uns natürlich melden.

00:29:51: Genau, das ist ganz, ganz, ganz, ganz wichtig.

00:29:53: Deswegen mache ich die Sendung ja auch mit euch heute, weil mir das vorher auch nicht klar war, dass es einen Wolfszentrum Hessen gibt und was ihr eigentlich macht.

00:30:01: Ich finde das super, super spannend.

00:30:04: Gibt es denn eine übergeordnete für die ganze Bundesrepublik Behörde?

00:30:10: Genau, also das ist das DBBW, das Dokumentations- und Beratungszentrum des Bundes zum Thema Wolf.

00:30:17: Relativ lang findet man, wenn man DBBW googelt einfach.

00:30:21: Dort werden alle Informationen zum Monitoring, also das Deutschland Einheitliche Monitoring im Bundesland, zusammengefasst und für die Bevölkerung veröffentlicht.

00:30:32: Auf deren Seite.

00:30:32: Also da kann man alle Informationen sehen.

00:30:34: Dazu muss man allerdings sagen, dass die Bundesländer dazu verpflichtet sind, das einmal jährlich zu melden im Herbst.

00:30:41: Das hat dieses Jahr jetzt schon stattgefunden.

00:30:42: Da wurde in Leipzig sich getroffen und in jedem Bundesland gibt es so eine Art Wolfszentrum.

00:30:48: Überall heißt das ein bisschen anders.

00:30:49: Im Endeffekt machen wir alle relativ ähnliche Dinge und da werden alle Informationen gesammelt und zusammengefasst.

00:30:56: Du.

00:30:57: Du hast ja gesagt, du bist Wölfen schon mal begegnet im Gehege.

00:31:00: Was war im Rahmen deiner Forschungsarbeit?

00:31:03: Genau, erzähl mal.

00:31:04: Als du das erste Mal in einem Wolf gegenüberstandest, wie hast du dich da gefühlt?

00:31:08: Es ist spannend, weil ja, die Tiere, die gucken einem genau in die Augen und die versuchen dich einzuschätzen.

00:31:15: Mich mochten sie natürlich nicht, weil ich sie immer ein bisschen durch meine Forschung geärgert habe mit verschiedenen Düften.

00:31:21: Aber es ist ganz, ganz spannend.

00:31:24: Die einzelnen Charaktere kennenzulernen natürlich.

00:31:27: Man lernt sich gegenseitig kennen.

00:31:28: Ich durfte dann auch mit den Tieren heulen.

00:31:31: Da hab ich gelernt, dass es verschiedene Arten zu heulen gibt.

00:31:34: Und man kann auf verschiedene Weise in Heulen beim Wolf triggern, wenn man eine bestimmte Tonlage und eine bestimmte, ich sag jetzt mal, Tonabfolge macht.

00:31:44: Wenn man Glück hat, das geht aber tatsächlich auch in freier Natur, ja.

00:31:48: Wow.

00:31:48: Sollte man aber nicht machen, wenn die Tiere wirklich in der Nähe sind, weil bzw.

00:31:53: als Laie sollte man das nicht machen, weil man weiß nie, was man sagt.

00:31:56: Okay.

00:31:58: Nicht, dass man aus Versehen den Wolf bis aufs Tiefste beleidigt.

00:32:01: Das wäre natürlich sehr, sehr, sehr schlimm.

00:32:03: Dort ist ein Wolfs-Baby auf dem Arm.

00:32:06: Ja, schon mehrere.

00:32:07: Oh mein Gott, erzähle.

00:32:08: Ist das wie so ein Hunde-Baby?

00:32:10: Kann man sich das so vorstellen?

00:32:11: So ein Hunde-Welpen?

00:32:13: Ja, also... Was die Biologie angeht, sind Wolf und Hund ja dann doch erst mal sehr, sehr ähnlich.

00:32:18: Die Welpen kommen auch blind und taub zur Welt.

00:32:21: Diese Welpen waren schon so alt, dass sie schon angefangen haben, die Höhle zu verlassen, aber hauptsächlich eben noch in den Höhlen sind.

00:32:27: Was viele auch nicht wissen, der Wolf, der hat mehrere Höhlen, der hat nicht nur eine und schleppt seine Welpen von einer Höhle zu anderen, oft aus Sicherheitsgründen.

00:32:35: Und das war auch ... Im Gehege, weil die Welpen sollten geimpft werden und dann sind wir da unter das Unterholz gekrochen und haben die Wolfswelpen versucht einzufangen.

00:32:45: Okay,

00:32:45: wie riecht denn so ein Wolf?

00:32:47: Der hat einen ganz charakteristischen Geruch, der riecht nicht nach nassem Hund.

00:32:51: Also es ist fast so ein bisschen, ich würde es ein bisschen als würzig beschreiben.

00:32:55: Wenn man das mal gerochen hat, dann erkennt man das auch wieder.

00:32:58: Es ist nicht unangenehm, aber es ist auch kein starker Geruch, was aber auch als Jäger Nicht die beste Idee ist, sehr stark zu riechen, weil sonst würde das Wild ihn ja auch riechen.

00:33:08: Ich würde super gerne mal ein Wolf bürsten.

00:33:11: Wird ja nicht nie passieren, aber man hat natürlich manchmal so verrückte Ideen.

00:33:15: Man sagt, Mensch, wie viel Unterwoller hat der denn?

00:33:17: Was ist denn da so?

00:33:18: alles auf der Haut und so?

00:33:20: Ich halte es Hundefroseurin.

00:33:21: Der Wolf ist ja nun nicht sehr weit weg vom Hund, aber wird wahrscheinlich nie vorkommen.

00:33:27: Auch die Tiere, mit denen ich gearbeitet habe, das sind keine Kuscheltiere.

00:33:30: Ich habe mich jetzt nicht mit denen auf die Couch gesetzt.

00:33:34: Also, die Erwachsenen Tiere habe ich auch nicht ein einziges Mal zum Beispiel angepasst außer, wenn sie sediert waren und jetzt jetzt da war oder so.

00:33:42: Erkennt man sofort den Lightwolf in so einem Rudel dann?

00:33:48: Nicht zwingend.

00:33:49: Also, was ist sofort?

00:33:50: Wenn man das Rudel länger beobachtet, wird man den rausfinden.

00:33:54: Aber ich habe auch einen Lightwolf kennengelernt, der zum Beispiel sich immer sehr abseits.

00:34:02: hingelegt hat oder die Situation immer von weit weg beobachtet hat.

00:34:05: Und auch für mich, als ich angefangen habe mit der Wolfsforschung, gar nicht so als Leitwolf in Frage gekommen wäre, aber dann bei, aus der Sicht des Rudels, irgendwie spannenden oder brenzlichen Situationen, hat man doch gemerkt, okay, das ist der Leitwolf.

00:34:23: Ich habe auch Leitwölfe kennengelernt, die so sind, wie man sich das vorstellt.

00:34:28: Eine Kollegin hat immer so schön gesagt, ja, das ist wie Schwarzenegger in seinen besten Jahr.

00:34:33: Die sich vorne hinstellen und aufplustern und sagen, du kommst hier nicht in mein Gejäger, weil das ja dann irrevier ist.

00:34:39: Ja,

00:34:40: ja.

00:34:40: Spannend, wirklich, wirklich spannend.

00:34:43: Thema Jäger, also Menschenjägerjagd.

00:34:48: Sind Jäger, also jetzt ist ja der Wolf wieder da.

00:34:52: Der ist ja jetzt quasi dann der natürliche Jäger im Wald.

00:34:55: Finden die Menschenjäger das gut?

00:34:58: Ich denke, dass es in jeder Bevölkerungsgruppe so, dass es so nur solche Meinungen gibt.

00:35:03: Ich habe da schon sehr viele spannende Gespräche gehört.

00:35:06: Ich bin auch ab und zu mal bei Jägervereinigung und informiere über die aktuellen Zahlen zum Wolf.

00:35:12: Und da hört man die unterschiedlichsten Meinungen.

00:35:16: Der Schutzstatus des Wolfes ist ja runtergesetzt worden, von streng geschützt auf geschützt.

00:35:22: Was bedeutet das denn jetzt für den Wolf?

00:35:24: Zunächst erstmal tatsächlich gar nichts, solange sich unser Bundesnaturschutzgesetz nicht geändert hat.

00:35:31: Aber der Wolf ist in Hessen im hessischen Jagdrecht schon verankert, aber unter ganzjährigem Schutz.

00:35:37: sollte sich das Bundesnaturschutzgesetz ändern, wäre die Schwelle niedriger, um dort im Jagdrecht auch etwas zu ändern.

00:35:45: Was wäre denn eine Zahl?

00:35:47: für das Wolfszentrum Hessen, wo man sagt, jetzt wird es schwierig mit der Wolfspopulation in Hessen.

00:35:53: Also gibt es da so eine Obergrenze, wo ihr seid, ab bis dahin sind wir entspannt?

00:35:57: Wenn jetzt noch keine Ahnung, zwanzig Rudel kommen oder habt ihr keine Zahl?

00:36:01: oder wie stell ich mir das für die Zukunft vor beim Thema Wolf?

00:36:05: Also wir haben nicht gebrainstoppt uns hingesetzt und eine feste Zahl aufgemacht, ich glaube.

00:36:11: Wobei

00:36:11: Behörden ja sehr gerne festzahlen festlegen, ne?

00:36:14: Das stimmt.

00:36:15: Meine persönliche Meinung ist auch, dass das nicht sinnvoll ist, um an der reinen Anzahl des zu bemessen, sondern daran, wie viel Schaden die Rudel anrichten.

00:36:24: Wenn man jetzt rein theoretisch, rein theoretisch, dreißig Rudel hätte und die würden nicht einen einzigen Nutztier irgendwie angreifen und würden auch nicht die Nähe zum Menschen suchen, ist das ja eine ganz andere Situation, wie wenn man zehn Rudel hätte, zum Beispiel als fiktive Zahl, die die näher zu Menschen suchen und zum Beispiel Hunde angreifen oder an Daute nutztiere Schlagen.

00:36:51: Es gibt hier eine Geschichte aus Holland, wo ein Wolf einen Menschen angegriffen hat.

00:36:57: Ist das richtig?

00:36:58: Genau, das ist eine sehr traurige Geschichte.

00:37:01: Da gibt es einen Wolf, der ist auch bei den Übergriffen genetisch nachgewiesen worden, als war immer der gleiche Rüde, also das gleiche Männchen.

00:37:08: der mehrfach Kinder verletzt hat und jetzt zum Schluss leider einen Jungen gepackt hat und in den Wald ziehen wollte und die Erwachsenen konnten zum Glück angreifen konnten, das Kind dann eben retten.

00:37:21: Also ist der irgendwie krank gewesen oder so?

00:37:24: Weil eigentlich sagt man ja, der Wolf sucht jetzt nicht per se einfach die Nähe des Menschen, ne?

00:37:29: Was ist denn da passiert?

00:37:30: Also kann man das irgendwie sagen, warum der das gemacht hat?

00:37:34: Genau, also... Schlussendlich wird man wahrscheinlich erst sagen können, ob er krank war oder nicht, wenn er dann geschossen wurde.

00:37:40: Er ist mittlerweile zum Abschluss freigegeben.

00:37:43: Aber man muss schon sagen, dass das eine Situation ist, die sich über eineinhalb Jahre aufgebaut hat.

00:37:48: Am Anfang hat genau dieser Wolf schon die Nähe zu verschiedenen Hunden gesucht, hat Hunde verletzt, hat dann ein Kind umgestoßen, was sich dabei verletzt hat.

00:38:00: Und das ist eine Situation, die würde es in Deutschland nicht geben.

00:38:03: Da würde schon viel, viel früher eingegriffen.

00:38:05: dass Tier eben aus der Population entnommen werden.

00:38:08: Wir versuchen gerne Co-Existenz zu etablieren und die ist eben nicht sinnvoll, wenn man problematische Wölfe weiterhin in der Population lässt.

00:38:17: Ich bin jetzt am Sonntag in der Fasanerie in Wiesbaden gewesen.

00:38:21: Das ist ein Wildtier und Naturschutzpark hier in Wiesbaden und in der Fasanerie gibt es zwölf Grauwölfe.

00:38:31: Und ich habe mich dann auch die Suche gemacht, quasi, ob ich ein paar Wölfe finde.

00:38:36: Und ich habe tatsächlich zwei Wölfe gesehen.

00:38:39: Und ich finde das so... Also ich habe mich ja mit dem Thema Wölfe intensiv beschäftigt.

00:38:45: Aber wenn du die dann wirklich in echt nochmal siehst, klar hinter dem Zaun, aber wie du siehst, wie die so durch die Wälder streifen und wie die sich bewegen, das ist schon... Also es ist so ein ganz besonderes Gefühl, weil er eben auch so selten ist.

00:39:01: Und also, vierzehn nachgewiesene Wörfe gibt es in Hessen.

00:39:04: Ich hätte ehrlich gesagt gedacht, dass es mehr sind.

00:39:08: Also ist die Chance, wenn man jetzt im Wald spazier geht, auf einen Wolf zu treffen, sehr, sehr gering, oder?

00:39:14: Ja, also als Spaziergänger auf einem Wolf zu treffen, ist schon relativ selten aufgrund dessen, dass der Wolf natürlich auch immer seine Umgebung beobachtet und sehr wahrscheinlich viel schneller weiß, dass wir im Wald sind, als dass wir wissen, dass er da ist.

00:39:28: Wenn man jetzt aber zum Beispiel als Jäger Ansitz macht in einem Wolfsgebiet, wo man auch weiß, dass da sehr safter Tiere sind, dann kann das natürlich schon mal vorkommen, dass man nahe einen Wolf

00:39:39: sieht.

00:39:45: Das ist genau was, was es Wolfsland Hessen nicht macht.

00:39:49: Weil wir möchten natürlich nur über Fakten informieren und nicht irgendwelche Spekulationen äußern.

00:39:56: Ich sage nur so viel gerade für Hessen oder für Deutschland.

00:39:59: Es gibt sehr viele Hochrechnungen zum Thema Wolf.

00:40:01: Bis jetzt hat sich noch keine Bewahrheit.

00:40:03: Das zeigt uns einfach, dass wir es als Mensch nicht sagen können.

00:40:07: Es ist eben Natur und die Zukunft wird zeigen.

00:40:10: Sehr schön, sehr schön gemacht.

00:40:12: Wir haben uns das Thema Artenschutz in dieser Sendung ja auch auf die Fahne geschrieben.

00:40:17: Denn Artenschutz ist ein ganz, ganz großes Thema, was mir persönlich sehr am Herzen liegt.

00:40:22: Und deswegen spendet Wolfsblood heute hundertfünfzig Euro an das folgende Artenschutzprojekt.

00:40:28: Die deutsche Wildtierstiftung engagiert sich aktiv für den Artenschutz von Wildbienen, indem sie verschiedene Maßnahmen und Projekte initiiert.

00:40:38: Dazu gehören erstens Lebensraumgestaltung.

00:40:41: Die Stiftung fördert die Schaffung und den Erhalt von Lebensräumen, die für Wildbienen wichtig sind, wie blühende Wiesen, Hecken und naturnal Gärten.

00:40:52: Zweitens Aufklärung und Bildung.

00:40:55: Sie informiert die Öffentlichkeit über die Bedeutung von Wildbienen für die Biodiversität und die Bestäubung von Pflanzen.

00:41:02: Dazu werden Informationsmaterialien und Workshops angeboten.

00:41:07: Drittens

00:41:07: Forschung

00:41:08: und Monitoring.

00:41:09: Die Stiftung unterstützt wissenschaftliche Studien zur Erforschung von Wildbienenarten und deren Lebensräumen, um gezielte Schutzmaßnahmen entwickeln zu können.

00:41:19: Viertens

00:41:20: Kooperation.

00:41:21: Sie arbeitet mit anderen Organisationen, Landwirten und Kommunen zusammen, um nachhaltige Praktiken zu fördern, die Wildbienen schützen und ihre Lebensbedingungen verbessern.

00:41:32: Durch diese Maßnahmen trägt die deutsche Wildtierstiftung dazu bei, Das Bewusstsein für die Bedrohungen von Wildbienen zu schärfen und deren Schutz langfristig zu sichern.

00:41:46: Deine Arbeitsleben oder gibt es noch irgendwas anderes, was du mal machen möchtest?

00:41:57: Beruflich gesehen fühle ich mich beim Hessen-Forrest und bei der Hofzentrum Hessen sehr wohl.

00:42:01: Ich lerne sehr, sehr viele spannende Menschen kennen.

00:42:04: Ich mache ja das Thema Presse und Öffentlichkeit.

00:42:06: Ich bin deswegen ja auch heute hier.

00:42:09: Spannende Erfahrungen.

00:42:11: Ich muss zugeben, die Arbeit direkt mit den Tieren vermisse ich manchmal ein bisschen, aber die kann man natürlich ja auch im Privaten.

00:42:18: Einfach noch mal ein bisschen stärker fördern.

00:42:20: Ich kann ja auch privat in die Wildparks gehen.

00:42:23: Genau.

00:42:24: Und da kann ich euch wirklich hier in Wiesbaden die Phasanerie empfehlen.

00:42:28: Das war ein ganz, ganz toller Moment, als ich die Wölfe dort live gesehen habe.

00:42:31: Und natürlich gibt es auch ganz tolle andere Tierarten dort.

00:42:34: Luisa, vielen Dank, dass du da warst.

00:42:37: Ihr Lieben, ich hoffe, ihr habt sehr viel zum Thema Wolf heute gelernt und schaut doch einfach mal auf der Internetseite vom Wolfszentrum Hessen vorbei.

00:42:45: Gibt es viele spannende Fakten, tolle Bilder, ganz viele Zahlen, wissenswertes rund um das Thema Wolf.

00:42:53: Ich danke euch, dass ihr heute mit dabei wart und wir hören uns beim nächsten Mal, wenn es heißt Wolfsblut tierisch

00:43:05: echte Geschichten.

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