Artenschutz hautnah – Warum der Zoo mehr ist als ein Ausflugsziel | mit Prof. Dr. Matthias Reinschmidt
Shownotes
Prof. Dr. Matthias Reinschmidt – Biologe, Artenschützer und Direktor des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe – spricht mit Franziska Knabenreich über das, was einen modernen Zoo wirklich ausmacht.
Matthias Reinschmidt gehört zu den bekanntesten Tierschutz-Experten im deutschsprachigen Raum und hat an über 400 Fernseh- und Dokumentationsproduktionen mitgewirkt, darunter Formate für ARD, ZDF und weitere öffentlich-rechtliche Sender. In dieser Folge gibt er Einblick in seine Arbeit zwischen Wildtierforschung, Zoologie und aktivem Artenschutz.
Themen dieser Episode:
Wiederansiedlung des Luchses in Baden-Württemberg – wie läuft ein solches Projekt ab? Papageien, Kakapos und Co. – was Feldforschung auf Fernreisen mit der Tierhaltung im Zoo zu tun hat
Wie wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Haltungskonzepte des Karlsruher Zoos einfließen
Warum Zoos heute unverzichtbare Partner im globalen Artenschutz sind – und weit mehr leisten als Familienunterhaltung
Eine Folge für alle, die sich für Wildtiere, Zoologie, Naturschutz und die Frage interessieren, wie wir bedrohte Tierarten konkret schützen können.
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:14: Willkommen zu einer neuen Ausgabe von WolfsBlood.
00:00:17: Ich bin Franziska Knabenreich, eure Gastgeberin Autoren und Moderatoren.
00:00:22: In dieser monatlichen Sendung lade ich spannende Persönlichkeiten ein um mit Ihnen über faszinierende Geschichten rund um das Thema Tiere zu sprechen.
00:00:31: Meine Gäste sind Menschen, die mich inspirieren – sei es Spinnendomteure, Dinosaurier-Experten, Pferdeflüsterer oder Artenschützer.
00:00:39: Bei Wolfsblut tierisch echte Geschichten geht es nicht nur um unser Miteinander mit Tieren sondern auch um den wichtigen Artenschutz und darum wie wir unsere Zusammenleben mit den Tieren auf unserem Planeten verbessern können!
00:00:52: Seid dabei, lernt wissenswertes über verschiedene Tierarten und lasst euch in die faszinierende Welt der Tiere entführen.
00:01:00: Zoos ermöglichen Bildung, Forschung und Artenschutz.
00:01:03: Geben Besucherinnen und Besuchern direkte Begegnungen mit Tieren und fördern Verständnis für bedrohte Arten.
00:01:09: Gleichzeitig stehen sie aber stark in der Kritik, weil eingeschränkte Haltungsbedingungen und kommerzielle Interessen das Wohl der Tiere gefährden könnte.
00:01:17: Ihre Beliebtheit rührt jedoch von emotionalen pädagogischen und familienfreundlichen Angeboten sowie sichtbaren Schutzprojekten her – und dennoch werden Sie hinterfragt!
00:01:27: weil ethische Ansprüche an Tierwohl transparent und Ersatzalternativen, zum Beispiel Schutzgebiete, virtuelle Angebote wachsen.
00:01:35: Mein heutiger Gast ist Biologe, Artenschützer und Zodirektor Dr.
00:01:40: Matthias Reinschmidt.
00:01:41: Er hat in über vierhundert Fernsehprojekten mitgewirkt und ist wohl Deutschlands bekannteste Gesicht wenn es um Papageien aber auch um andere Tiere geht.
00:01:50: Herzlich willkommen Dr.
00:01:51: Mathias Reinhschmidt!
00:01:53: Matthias, ich frage ja meine Gäste immer was ihr Lieblingstier ist.
00:01:56: Ich glaube nicht muss man fragen was dein Lieblingistier ist oder es weiß mittlerweile ganz Deutschland?
00:02:00: Ich glaube das Rheinschmidt und Papageien.
00:02:03: das ist eins.
00:02:04: das ist eine Symbiose und die beschäftigen mich seit meiner frühesten Kindheit.
00:02:09: mit acht Jahren hatte ich die ersten Wellensittige die zum Papagein gehören und die haben sich seither nicht mehr losgelassen.
00:02:15: jetzt bin ich in den Sechzig Jahre also über ein halbes Jahrhundert beschäftige ich mich mit Vögeln Speziell mit Papagein.
00:02:24: Weil deine Lieblingstiere sind, wir stellen in jeder Sendung ein Tier des Monats vor und ich habe mir den Spix-Ara rausgesucht.
00:02:36: Damit hast du auch eine Beziehung gelesen.
00:02:40: Wir stellen euch jetzt mal genau vor.
00:02:43: Erstens er trägt Blau wie ein Smurf nur ohne Tanzmoves und mit deutlich besseren Flugkünsten.
00:02:51: Zweitens, er schaut so ernst als hätte er ständig das Gefühl jemand habe sein Lieblingskäfer liegestohlen.
00:02:58: Drittens wenn er ein Selfie machen könnte wäre der Filter Azur-Blau überflüssig.
00:03:04: Wichtig!
00:03:05: Der Spix Avas Tsyanopsitta Spixii ist eine stark bedrohte Art zeitweise sogar in der Wildnis ausgestorben.
00:03:13: Gründe, massive Lebensraumzerstörung.
00:03:16: Roden der trockenen Flusswaldgebiete und Verlust wichtiger Nistbäume.
00:03:20: Intensiver illegaler Fang für den Heimtierhandel.
00:03:24: Sehr kleine Restpopulationen mit geringer genetischer Vielfalt sowie Störungen durch menschliche Aktivitäten.
00:03:31: Deshalb gibt es internationale Schutz- und Zuchtprogramme um die Art zu erhalten und Wiederansiedlungen zu ermöglichen.
00:03:38: Erzona Spixarra, da hast du doch den Thema mit.
00:03:42: Ja wohl in meiner vorgegenden Arbeitsstelle das war nicht hier im Kaltrohr zu sondern das war im Loro-Pyke auf Tenerife.
00:03:49: Da war ich ja fast fünfzehn Jahre tätig und da war ich zunächst Kurator später Zoologischer Direktor.
00:03:55: Und als ich damals anfing zweitausend eins gab es ein Pärchen Spixaras im Loropyke Und damals gab es vielleicht zwei Hände voll Spixarras noch auf der Welt in so logischen Einrichtungen und bei ein paar Privatleuten aber keine mehr in der Natur.
00:04:12: Es war ganz, ganz wichtig die zu züchten.
00:04:14: Das ist mir wirklich im Jahr two-thousand vier gelungen das erste Küken zu bekommen von diesem Pärchen.
00:04:21: Das habe ich dann von Hand aufgezogen weil sie ihn da nicht angenommen hatten.
00:04:26: Ja, das habe ich aufgezogen.
00:04:28: Das ging damals durch die Weltenpresse.
00:04:30: Mit diesem Speaks-Ara hat sich mein Leben verändert.
00:04:33: Mit dem kleinen Küken, dass ich nicht nur alle zwei Stunden füttern musste, sondern das auch wirklich.
00:04:38: beispielsweise Frank Elstner auf mich aufmerksam wurde.
00:04:41: Er hat es gelesen in der Presse und hat mich in seine Sendung eingeladen und das hat auch meinen Leben
00:04:46: verändert.".
00:04:47: Da kommen wir nachher noch mal drauf.
00:04:48: Dann mal der kleine Matthias Reinschmidt.
00:04:50: Wusste er von dieser Diologe werden willst?
00:04:53: Der wusste schon im Alter von sechs Jahren, dass er zudirekter werde!
00:04:56: Ich lebe meinen Traum wirklich ... Meine Eltern hatten ein Lebensmittelgeschäft und ich stand als sechsjähriger an der Kasse mit meiner Mutter.
00:05:05: Und durfte in die Kasse tippen, und da hat so eine ältere Frau zu mir gesagt du bist jetzt schon die vierte Generation, die mich hier bedient in diesem Geschäft.
00:05:14: Willst Du denn das Geschäft auch mal übernehmen?
00:05:17: Ich kann mich da an dieses Gespräch nicht erinnern aber meine Mutter natürlich!
00:05:21: Die erzählt mir das fast alle halbe Jahr.
00:05:24: Also auf jeden Fall hab ich damals gesagt, nein.
00:05:27: Ich werde das Geschäft nicht übernehmen, ich werde einmal Zoo direkter und mein Freund Jürgen wird meinen Tierpflege, habe ich damals schon gesagt.
00:05:35: Ich hatte zu der Zeit einen kleinen Holzbüchern mit Holzbegürchen und schon mein erstes Meerschweinchen mit sechs und dann mit acht die ersten Wellen sitze ich hier und dann hat es angefangen.
00:05:47: und zum eigenen Zoo Zuhause da.
00:05:49: Und dann hast du ihn noch unten studiert?
00:05:53: Erst mal versucht, mein Abitur zu machen.
00:05:54: Das hat so mehr oder weniger geklappt und mir recht schlägt aber ich habe es geschafft und das ist der Grund.
00:06:01: voraussetzung dass man studieren darf hatte aber dann erst einmal noch die Bundeswehrzeit vor Augen.
00:06:08: Nach der Bundeswehrzeit hatte ich immer noch keinen Sturz im Platz, weil das Klausus zu hoch war für mein Abiturschnitt.
00:06:14: Also musste ich warten und habe ein halbes Jahr bei der Firma Bosch Nachtschicht gearbeitet.
00:06:18: Ich hab da so viel Geld verdient aus damaliger Sicht.
00:06:21: Das war mein erstes, dass ich nach einem Halbenjahr gesagt habe jetzt möchte ich noch gerne etwas tun was mir Spaß macht!
00:06:27: Und dann kam wieder die Zoo-Idee ins Spiel.
00:06:29: Ich habe an den Karlsruher Zoo geschrieben und habe gesagt bräuchten sie nicht irgendwelche Tierpfleger?
00:06:38: Ich habe gesagt, ich möchte ein Tierpfleger sein.
00:06:44: Da müsste man eine Ausbildung haben.
00:06:45: Das kann man nicht gerade so.
00:06:50: Aber sie könnten mir einen Praktikum anbeten und das habe ich noch nicht dankenswerterweise angenommen.
00:06:56: Ja, war dann noch ein halbes Jahr vor meinem Studienbeginn hier Praktikant und auch das hat mich wieder bestärkt in dem Gedanken ich will hier mal arbeiten.
00:07:04: Ich will hier in diesem Zoo direkter werden und habe da mein Studium gemacht bin direkt vom Studium weg in die Redakteurslinie gegangen.
00:07:13: Ich hatte einen Angebot als Redakteur der Sachzeitschrift Papageien anzufangen.
00:07:19: Das war mehr oder weniger aus der Not geschuldet, weil es damals keine Freistellen in den Zoos gab.
00:07:27: Die Stelle wurde mir angeboten und habe das fast acht Jahre lang gemacht.
00:07:32: Aus dem ganzen Raus ist immer etwas langweilig geworden, jeden Monatsgleiche-Häftchen natürlich über Papageien.
00:07:38: Trotzdem war es immer das Gleiche.
00:07:41: Ich hab Leserreisen erfunden für meine Leser nach Tenerife.
00:07:46: Und das war eine tolle Sache, denn ich habe viermal die Papageinliebhaber aus Deutschland nach Tenerife gebracht.
00:07:52: Immer dreißig bis fünfzig Stück und dort ist man dann auf mich aufmerksam geworden.
00:07:57: Dann habe ich ein Angebot bekommen, man bräuchte so einen Fachmann wie mich.
00:08:00: Und wenn man dann aus einem Zoo ein Angebot bekommt, dort als Kurator anfangen zu dürfen ... Dann war das der Weg zurück in die Zoos.
00:08:08: Das hab ich natürlich sofort angenommen.
00:08:10: Wie
00:08:10: kann es denn zur Sendung aus dem Lohropag?
00:08:13: Ja, das war so.
00:08:14: Ich bin dann im Lohropeig als Kurador.
00:08:18: Und dann gab's immer wieder Fernsehteams, die da kamen.
00:08:21: Mal was RTL extra oder sonst was.
00:08:24: Waren aber Einzelbeiträgen und da musste ich zum ersten Mal vor die Kamera halt als Kurato Tiere vorstellen.
00:08:30: Aber natürlich mit viel Aufregung damals, das erste Mal gemacht.
00:08:34: Und im Jahr two-thausendsechs kam dann Vox zu uns ... Mit der Sendung Menschentiere und Doktoren.
00:08:41: Die fingen gerade an diese Sendung zu produzieren.
00:08:44: Die lief noch nicht, aber die Europa war ausgewählt.
00:08:48: Dann hat man die Tierarztin, die Deutschsprachig war.
00:08:51: Man braucht ja auch Deutschsprache, Protagonisten.
00:08:54: in einem spanischen Zoo gibt es nicht viele Deutsche, die das Deutsch sprechen.
00:08:58: Die hatte man dann genommen, weil es ja eine Menschenzieher- und Doktoren, eine Tierarztsendung war.
00:09:04: Und da muss ich wirklich sagen die hat das auch gut gemacht aber die hat's zu kompliziert gemacht.
00:09:10: Dann hieß es vom Sender ... Das geht nicht!
00:09:13: Das muss jemand anders machen.
00:09:15: Ich war da auch dabei Und mein Chef hat gesagt, ich warte ein bisschen in der Nebenrolle in den ersten Sendungen dabei als Protagonist.
00:09:23: Dann haben wir das Reinschwitz gemacht und dann sich da in die Sendung reingearbeitet... Ich bin ja Tierarzt, ich bin Biologe.
00:09:35: Muss halt jemanden tiermedizinischen Aspekt dazu bringen?
00:09:38: Habt nicht mal ein paar Vitamine gefüttert oder Damal- oder Kotuntersuchen gemacht und solche Sachen wie auch als Biologen können!
00:09:45: Und dann lief das so gut.
00:09:47: die Sendungen aus dem Loro Park.
00:09:49: Ich hatte noch ein paar andere, mein Kollege Raphael Zamora der war ja auch als Spanier aber Deutsch sprechen, das waren ganz toll dabei und zwei drei Tierpfleger, die auch Deutsch konnten.
00:10:01: Wir waren halt eine kleine Gruppe von Menschen.
00:10:03: deswegen war der Fokus immer auf den gleichen Personen.
00:10:06: wenn so ne Sendung in Deutschen so läuft Dann sind es natürlich immer.
00:10:16: Wir haben in all den Jahren, drei Hundert Sendungen aus dem Lohropaar gemacht.
00:10:23: Ja,
00:10:24: plötzlich hatte ich völlige Freiheiten in dieser Menschentier- und Doktoren-Sendung.
00:10:27: Jetzt sind Tauchen gegangen mit den Delfinen ... Mit den Meereschildkröten, mit den Fischen auf Tenerife.
00:10:35: Das ist alles, die wir in der Meeresbiologie noch zeigen können.
00:10:38: haben Eidechsen gesucht und solche Sachen.
00:10:42: All das war plötzlich in dieser Sendung drin, und es hat ein Riesenspaß gemacht im Menschen den Tieren die Tiere näher zu kommen.
00:10:49: aber der ganz große Durchbruch kam dann mit der Sendung Papageienpalmen und Co.
00:10:54: Das war hat er WDR damals gedreht Und das ist eigentlich sensationell gelaufen.
00:10:58: die Sendungen bei Vox Die sind einmal gesendet worden da nochmal wiederholt und dann waren sie weg.
00:11:05: Vielleicht noch im Spartensender kam zu da nochmal, aber ansonsten waren da keine großen Wiederholungen.
00:11:10: Die WDR-Sendung die für die ARD gedreht war, es waren vierzig Sendungen eine Stunde.
00:11:16: Es waren halbes Jahr Dreharbeiten das waren sechs Tage die Woche drehen.
00:11:20: Wahnsinn!
00:11:21: Also das war wirklich sehr stressig.
00:11:23: ich habe auch noch einen Assistenten dann bekommen der meine Arbeit gemacht hat damit ich vor der Kamera eben die Sachen machen konnte.
00:11:29: und ganz ehrlich das war eigentlich der große Durchbruch.
00:11:33: dann auch der Bekanntheit.
00:11:35: Weil diese Sendung wurde vierzigmal, also wurden waren vierzig Sendungen eine Stunde und bis heute sind die fünfunddreißig Mal wiederholt worden.
00:11:45: Auch heute ist es zwei Tausendzehn ausgenommen.
00:11:48: Auch in diesem Jahr ist dieser Sendung komplett wiederhohlt worden in irgendwelchen dritten Programmen halt immer wieder laufende.
00:11:54: Und
00:11:55: diese...
00:11:56: Ja, da bin ich immer noch nur unter drin.
00:11:58: Da voll werde ich immer nach den Spiegs-Ara.
00:12:00: Jetzt hat es schließt sich wieder in der Kreis gefragt.
00:12:04: Ich hab damals die Sendung aus dem Loro Park geguckt und war so ein bisschen verknallt in dich.
00:12:09: Echt?
00:12:09: Ja, voll.
00:12:10: War super!
00:12:11: Du hast
00:12:12: das so toll gemacht... Und dann dachtest du, guck mal, der ist aber so sympathisch.
00:12:16: Du bist so sympathischer.
00:12:18: So bin ich hier auch, ja.
00:12:21: Ich bin kein Schauspieler.
00:12:23: Einfach so eins zu eins gemacht, wie ich auch im richtigen Leben bin.
00:12:26: Und meine Begeisterung für die Tiere ist einfach auch übergeschwappt und das ist
00:12:31: toll!
00:12:31: Wenn du erzählst von den Tieren total in deiner Leidenschaft auch aufblest... Wie lange warst du im Europa?
00:12:40: Ja bis zum Jahr zwei Tausend Fünfzehn, fast fünfzehn Jahre und dann ist die Stelle hier in Karlsruhe ausgeschrieben gewesen und das war dann für mich Der Weg zurück in die Heimat.
00:12:51: Es waren hundert und zwanzig Kandidaten, die Zoo-Direktorin Karlsruhe werden wollten.
00:12:56: Ich habe mich beworben und habe es dann auch bekommen.
00:12:59: Ich sage immer das war die richtige Entscheidung für die Stadt aber auch für mich persönlich natürlich.
00:13:05: Die häufigste Frage nachdem ich hier angefangen hatte war wieso kommt man von Tenerife nach Karlsroh?
00:13:12: Ganz ehrlich... Ich war nie wegen dem Wetter, nie wegen der Palme.
00:13:17: Nie wegen dem Strand auf den Riva sondern wegen einem sensationellen Zoo und wegen dem Job, den ich da hatte.
00:13:22: Der war wirklich toll!
00:13:23: Der Loro Park ist bis heute einer der führenden Zoos aber ich hatte das Potenzial in Karlsruhe gesehen und das ist ja mein Heimatsoh.
00:13:32: Und der Weg zurück aus der Fremde, zurück in die Heimat und dann seinen Job da zu machen.
00:13:37: Und so einen klassischen Zoo zu übernehmen und den wirklich umzukrempeln und wirklich eine neue Richtung zu bringen.
00:13:43: Das war diese Herausforderung, die mich hier gereizt hat und vor allem auch... Ich musste nicht mehr Spanisch, nicht mehr Englisch oder Hochdeutsch reden.
00:13:50: Sondern konnte wieder Badisch sprechen.
00:13:53: Das in der Heimat passt natürlich!
00:13:56: Da verstehen die Leute mich.
00:13:58: Was machst du denn heute noch als Biologe?
00:14:00: Also klar, du bist jetzt Fotodirektor und du machst der Bahn für viele Sachen.
00:14:03: Aber was machst du noch als biologe?
00:14:06: also forscht du auch noch?
00:14:09: Leider nicht, da hat es einfach gar keine Zeit mehr dazu... Ich bin natürlich immer noch mit meinen Papageien besonders verbunden, ich kenne auch jeden einzelnen Papagei hier in diesem Zoo.
00:14:19: Persönlich, als ich hier anfing vor fast über zehn Jahren.
00:14:23: Also es ist zehn- und halb Jahre hier.
00:14:25: Da gab's genau zwei Papageinarten hier eben so.
00:14:28: Jetzt haben wir genau dreißig also das hat sich verfehlwendig.
00:14:31: Ich weiß nicht an wen das
00:14:33: liegt.
00:14:33: Es liegt klar am Direktor der auch einen Schwerpunkt sieht für bedrohte Papageins sich einzusetzen.
00:14:40: Weshalb?
00:14:40: Weil Papageien natürlich die Vogelfamilie sind, die die meisten bedrohten Arten hatten Und das können wir auch so ein bisschen nachbilden und da auch was für einen Artenschutz tun.
00:14:51: Aber ich habe auch eine Profisur, eine Honorar-Profissur übernommen hier am KIT an der Uni.
00:14:59: Da haben wir immer mal wieder Studenten da die dann auch ihre Bachelor oder Masterarbeit machen wie wir mitbetreuen.
00:15:06: Ich habe eine Vorlesung, die ich natürlich den Studenten gebe hier und mache auch Exkursionen eben so um das Thema Artenschutz den heutigen jungen Studenten, Biostudenten näher zu bringen.
00:15:17: Das macht schon ein bisschen Spaß aber so tägliche Forschung hab' ich einfach gar keine Zeit dazu.
00:15:22: Aber da hat es dann eben Leute, die das machen gerade in den Masterarbeiten und so versuchen wir immer wieder die Möglichkeiten hier des Zoos auch zu nutzen.
00:15:33: Wachst du den Tieren guten Morgen?
00:15:36: Ja, nie.
00:15:37: Ich komme jeden Morgen in meinem Büro und da werde ich ja schon begrüßt von Papa Gein.
00:15:42: Ich habe dieses Privileg, dass ich mir eine Voliere direkt vor ... Ich muss nur das Fenster aufmachen, schon kommen die Jungs rein.
00:15:55: Das ist natürlich toll!
00:15:57: Ich gehe jeden Tag durch den Zoo aber nicht zu einer bestimmten Zeit sondern immer dann wenn es gerade passt.
00:16:03: Aber es ist schon so dass man als Zoodirektor Man stellt
00:16:06: sich das ein bisschen romantisch
00:16:07: an.
00:16:07: Ja, da läuft der ganzen Tag durch einen Zoo und drei Hintiere.
00:16:11: Wer auch so meine Idee
00:16:12: kommt?
00:16:13: Zu meiner Nachbarschaft sage ich ja auch!
00:16:15: Ich gehe nicht arbeiten, ich gehe jeden Tag in den Zog.
00:16:19: Hier geht Arbeit und ich gehe in den Zoo.
00:16:21: Nein aber das ist natürlich schon ein aufreibender Job.
00:16:25: nicht nur auf fünf Tage beschränkt ist.
00:16:27: Gestern beispielsweise war ich als Festrädner, da wird man auch immer wieder angefragt und macht das natürlich auch gerne.
00:16:34: Ich tu gerne meinen Zoo auch darstellen und zeigen was... der so heute macht und das Bild ist so, es hat sich total gewandelt.
00:16:43: Und das ist auch mein großes, großes Anliegen!
00:16:46: Ich sage immer wenn der Zoo noch so wäre wie zu meiner Praktikanten seit vor vierzig Jahren... Ich
00:16:51: komme ja aus der ehemaligen DDR.
00:16:52: Machst du wieder einen Zoo früher
00:16:53: aussen?
00:16:54: Ja ich weiß es ganz genau denn ich war dann in so einer Zweiundneinzig.
00:16:58: kurz nach der Wende, war ich in Leipzig im Halle in Dresden, siehst Du, und es war schrecklich Es waren wirklich genauso.
00:17:06: Aber viele haben doch dieses Bild, auch die Westsoße war nicht viel besser vielleicht ein bisschen weiter schon.
00:17:13: aber genau so war das damals und dieses Soh-Bild darf man natürlich nicht mit dem heutigen vergleichen.
00:17:20: also ich sage immer wenn der Zoo noch so wäre wie vor vierzig Jahren als ich praktikant war hier dann würde ich mich für die Schließung des Soß einsetzen.
00:17:27: aber jetzt in der Position des Direktors habe ich es ja in der Hand aus diesem Schatz Seit hundertsechzig Jahren besteht.
00:17:34: Das ist ja auch eine Tradition, es ist ein kultureller Einrichtung.
00:17:39: Auch da was zu machen, das heute in die moderne Zeit passt und genau dort diesen Anspruch habe ich!
00:17:45: Und da kämpfe ich jeden Tag dafür und versuchte ihn eben weiterzuentwickeln.
00:17:49: Das Tier, den Zoo jetzt nicht als Gitter zu sehen, weil das ist oft in vielen Köpfen noch so vorhanden wird kontrovers diskutiert von vielen Menschen.
00:18:00: Jeder hat seine Ansicht auf den Zoo.
00:18:01: aber wenn man mal direkt nachfrägt und wenn man dem Menschen dann zeigt was wir heute machen, dann kriegen wir auch sehr viel positive Rückmeldung.
00:18:07: Du
00:18:07: hast ja wahnsinnig viel hier auch verändert!
00:18:09: Was war denn die größte?
00:18:11: Veränderung oder die Veränderungen, wo du am stolchsten brauchst was du eingeführt hast?
00:18:16: Ganz vieles haben wir inzwischen gemacht und wir wollen auch noch ganz Vieles machen.
00:18:20: Als bestes Beispiel kann ich unsere Afrika-Savanne sehen.
00:18:25: Vor vierzig Jahren als Praktikant waren auf der gleichen Fläche noch zehn Gehege.
00:18:30: Da waren zwei Gerafen, drei Zebras, zwei Anteloben, drei Garzellen usw.
00:18:34: Einzelne Arten untereinander im kleinen Kleinsgehegen einfach präsentiert.
00:18:38: Da stehen die drin, da sind die Punkt und als ich vor zehn Jahren als Direktor kam waren auf der gleichen Fläche noch vier Gehegen aber immer noch Giraffen-Cepra als Antilopen getrennt Und wir haben jetzt eine Savanne draus gemacht.
00:18:51: Das war ein bisschen Umbau notwendig Ja und jetzt können Giraffen Cepras antilopen Alle zusammenlaufen, wie in Afrika auch.
00:18:59: Die haben viel mehr Platz.
00:19:01: Diesen Anspruch haben wir den gegeben und das kommt bei dem Menschen gut an die alle zu sehen aber auch bei den Tieren.
00:19:07: Da muss man natürlich auch gewisse gucken dass es funktioniert da darf auch kein Stenkere dabei sein hat bis jetzt auch alles funktioniert.
00:19:15: Wir gehen mit vielen Fingerspitzengefühlen daran und lassen erst mal die miteinander erstmal ein zwei und dann so gucken wie's halt klappt.
00:19:22: Aber bisher ist noch keine größeren Unfälle gegeben.
00:19:25: Das ist aber gut so Und jetzt haben die Tiere einfach viel mehr Platz.
00:19:29: Und für die Menschen ist auch ein anderer Eindruck, wir an der Wasserstelle in Afrika stehen jetzt geraffend und sehen beide von Antilopen nebeneinander!
00:19:37: Das ist so Entwicklung direkt am eigenen Leib gespürt weil ich jetzt eben auch das Alter habe.
00:19:42: Ein junger Biologe der jetzt bei mir anfängt oder Biologin oder einen Tierarzt.
00:19:46: meine jungen Kollegen Die kennen halt jetzt den Status CoA, die wissen nicht woher es kommt.
00:19:52: Und das ist auch ein bisschen das Privileg des Alters.
00:19:54: wie gesagt ich bin ein Sechzig und das über viele Jahrzehnte, über ein halbes Jahrhundert zu sehen wie sich sowas weiterentwickelt.
00:20:01: Das ist toll!
00:20:03: Das ist jetzt eine Sache.
00:20:04: wir haben beispielsweise auch unser Elefantengehege deutlich vergrößert, haben dann einen Tierschutz-Projekt rausgemacht.
00:20:11: Vor zehn Jahren war es wirklich noch üblich, bei uns in Deutschland Elefanten auch im Zirkus zu halten.
00:20:16: Und wir haben gesagt ja wenn die aufhören wollen ist er immerhin der Kritik gewesen was machen sie mit dem Elefant?
00:20:23: können die denn einfach im Tierheim abgeben?
00:20:25: Können sie nicht?
00:20:25: Die brauchen irgendwas adäquate.
00:20:27: und da haben wir gesagt dann machen wir einen Elefante ein Altersresidenz Und bieten diesen Menschen oder diesen Zirkusleuten auch die Möglichkeit, so ein Elefant mal abzugeben.
00:20:37: Und das haben wir auch ein paar Mal gemacht.
00:20:38: Wir haben übrigens, weil du vorhin DDR gesagt hast ... Die letzte DDR-Staatszirkuselefantin bei
00:20:44: uns!
00:20:45: Ist das toll?
00:20:46: Das ist die Jenny.
00:20:48: Die kamen in den Jungen.
00:20:52: als kleiner Elefant, vielleicht zweijährig in den DDR-Staatszirkus.
00:20:56: Damals noch als Wildfang aus Myanmar und dann gab es die Wände.
00:21:00: Und die Treuhand hat ins Staatssekussion in so'n Neunzig zerflogen.
00:21:04: Über Hamburg, Heidelberg haben jetzt die Jenny zu uns vor vielen Jahren und ist sozusagen der letzte DDR-Startszirkusselefant.
00:21:13: Aber wir haben auch Elefanten gerettet aus einer Halle beispielsweise.
00:21:16: Die Lina stand in das Lowakai.
00:21:19: Es waren ausgemusteter Zirkuselefanten, der sich nicht mehr vertragen hat.
00:21:22: Dann hat man es beiseitegestellt wirklich unter schlechten Bedingungen und angefrorene Ohren und Schwanz, weil's Minusgrade hatte, ein bisschen heu abgemagert.
00:21:33: Mein Oberpfleger hat mir das Bild gezeigt und gesagt, den retten wir!
00:21:37: Und haben dann diesen Elefanten bekommen.
00:21:39: Ein Jahr später hat er tausend Kilometer gehabt.
00:21:42: also das ist toll.
00:21:43: Das ist toll wenn man dem Tier helfen kann.
00:21:45: natürlich Wenn du eine Altersresidenz hast, dann sterben die auch Elefanten.
00:21:49: Mein Kollege in Heidelberg, der hat eine Jungbullengruppe.
00:21:53: Da ist dem noch nie einer gestorben.
00:21:55: Wir sind in meinen zehn Jahren Elefantenhaltung hier jetzt schon vier Tiere eben auch gestorban.
00:22:01: Aber das ist ganz normal und unser Anspruch ist nicht den Tod zu vermeiden sondern denen noch ein paar schöne Jahre zu geben.
00:22:07: Und wir hatten ne andere Elefantin aus Berlin die hatten grauen Starr bekommen.
00:22:13: all das Erscheinungen wie bei uns Menschen auch in der Natur werden sofort weg wenn er nichts mehr sieht in Menschen, obwohl leben die Tiere noch und denen deswegen einschleffen brauchen wir nicht.
00:22:21: Also haben wir den auch übernommen und der hatte noch ein paar schöne Jahre bei uns bis er dann eben auch gegangen ist.
00:22:27: Und das kommt bei der Bevölkerung aber auch bei uns gibt es uns ein gutes Gefühl und es kommt ganz gut an.
00:22:33: Jetzt hast du ja hier im Karlsruhe ganz viel modernisiert, viel vorangetrieben.
00:22:39: Aber wie geht's nur damit um wenn du negative Schlagzeilen aus anderen Zoos hörst?
00:22:45: Sagst du da
00:22:45: etwas?
00:22:46: Du musst es so sehen, je nachdem.
00:22:48: Zoo ist kein geschützter Begriff.
00:22:52: Weltweit kann sich jede Tierhaltung zoo nennen und dann wirst du oft als wissenschaftlich geleiteter Zoos.
00:22:58: in diesen Anspruch haben wir und wir sind auch im Verband, wirste deinen Eintopf geschmissen mit einem Zoo in Thailand der noch Orang-Utans an der Hand rumführt oder mit Zoo's in China ... Die Tiger haben unlebende Tiere reingeben und solche Sachen, das machen wir ja hier alles gar nicht.
00:23:19: Jetzt habe ich keinen Einfluss in China was die machen aber was wir machen können und da legen wir auch Wert drauf.
00:23:25: Wir haben drei Zooverbände in denen wir sind, wir haben ein Deutschsprachigen Das ist der VDZ, der Verband der zoologischen Gärten des Deutschland-Österreichs Schweiz.
00:23:34: Wir haben einen Europäischen, das ist unser wichtigster Verband, der ... Unser Zoo Europa geht von Singapur bis Katar, bis Helsinki sag ich mal.
00:23:44: Da sind so fast vierhundert Zoos drin und die sind alle akkreditiert.
00:23:47: Die haben allem Mindeststandards, die sie erfüllen.
00:23:51: Und da gibt's halt keine solche Ausrutscher!
00:23:54: sag ich mal, in dem Moment wo du dir sowas erlaubst bist du ganz schnell auf der Liste, dass du rausgeschmissen wirst und da gibt es ab und zu mal eine Verwarnung oder so was.
00:24:04: Und dann schränkt man sich an oder man fliegt raus weil wir uns da nicht... Wir brauchen keine schwarze Schafen in diesem Verband.
00:24:11: und dann gibt's natürlich viele zälogische Einrichtungen die einfach da gar nicht in solchen Verbänden sind und die machen dann oft diese negativen Schlagzeilen.
00:24:20: Und dann gibt es noch ein Weltverband, wenn du in diesem Weltver Band bist, dann merkst du natürlich auch dass es ganz unterschiedliche ja herangehensweise an das Thema so geht.
00:24:30: Es ist wahrscheinlich etwas ein bisschen
00:24:32: kulturell.
00:24:32: Ganz kulturelle Unterschiede gibt.
00:24:34: und wenn du schon mal in Asien unterwegs warst Die Menschen haben einfach ein anderes Verständnis zu den Tieren, wie wir das haben.
00:24:43: Diesen hohen Tierschutzanspruch, den wir hier in Deutschland haben, den gibt es in anderen Ländern überhaupt nicht.
00:24:48: Das ist natürlich auch schwierig, solchen Menschen dann den Tierschutz näherzubringen.
00:24:52: Das versuchen wir und da arbeiten wir alle miteinander dran.
00:24:55: Deswegen ist es wichtig dass es Vorreiter gibt.
00:24:59: Die sind in Deutschland, in Europa da und die zeigen dann auch Trends auf wo es hingeht.
00:25:05: Und warum haben wir Singapur beispielsweise bei uns im europäischen Verband?
00:25:10: Weil sie gar keine adäquaten Zoos in ihrem ganzen asiatischen Bereich haben.
00:25:14: aber die brauchen Pondance und die Singapurt hat eine tolle fortschrittliche Zoos wirklich auf höchstem Niveau, die passen zu uns.
00:25:22: Solche Leuchttürme braucht es dann und andere nehmen sich Beispiele dran.
00:25:25: Und so kann man zur Entwicklung auch weltweit voran drehen.
00:25:29: Lass
00:25:30: uns mal über Elsners Reifen sprechen, ich finde ja ... In Frank-Elsner kennst du schon eine ganze Weile?
00:25:36: Den hab' ich damals!
00:25:37: Wir haben gerade vom Spixarer geredet, im Jahr zwei tausend vier.
00:25:41: Gab's diese Pressemitteilung, dass das im Loropark dieser Spixara gezüchtet wurde und er hat mich daraufhin in seine Sendung seinen Talkshow Menschen der Woche eingeladen.
00:25:52: Ich hab ihn zum ersten Mal live kennengelernt.
00:25:54: Vorher, wie wir alle auswählten das und anderen Sendungen kannten wir ihn aber da hab ich ihn live kenngelandet und hab ihn daraufhin dann auch eingeladen in den Loro-Parks zu kommen.
00:26:05: Das hat er ein paar Jahre später gemacht und da hat sich eine Freundschaft entwickelt.
00:26:10: Und auch die Idee im Jahr zwei Tausendzehn ... Wir hatten uns immer noch gesiezt zu dem Zeitpunkt, den ersten Film miteinanderzumachen.
00:26:20: Bis zu Jahrzehnten hatten wir inzwischen fünf Spix-Aras gezüchtet von diesen Bergen.
00:26:26: Und wir haben den ersten Vogel überhaupt, der außerhalb des Ursprungslandes Brasilien gezüchtet wurde zurückgebracht nach Brasilien und dort auch was noch nicht ausgewildert aber dort auch Paare zusammenzustellen mit den anderen dort letzten Verhandenen im Sao Paulo usw.
00:26:46: Und das war der Grund unserer Reise, diesen Ara zurückzubringen.
00:26:50: Dann haben wir einen Naturdoku drüber gemacht.
00:26:53: Elst das Reisen wurde genannt als eine Artensützdoku und über die blauen Papageien.
00:27:00: Wir waren dann nicht nur in der Katinka wo der Spix-Ara und der Liarara vorkommen sondern auch im Pantanal den größten Zumpfgebieter Erde kommen die großen Hyacinth Aras vor, die ich ja hier im Zoo Karlsruhe habe.
00:27:13: Und genau das haben wir dann toll beschrieben.
00:27:16: Neunzig Minuten Doku, die kam super an aber es war ein Einzelpilotprojekt.
00:27:21: und ein paar Jahre später hat er mich angefragt du Matthias ich hatte noch mal so einen interessanten Gast in meiner Sendung Wie dich damals mit dem Papagein, das war Willi Smith aus Borneo.
00:27:34: Der macht das gleiche was du mit Papageien gemacht hast.
00:27:38: Hast du Lust?
00:27:39: Wir machen noch mal ... Ich frag den SWR und wir machen da eine Sendung raus.
00:27:43: Gehste wieder mit, hab ich dir auf jeden Fall gefragt!
00:27:47: Und dann sind wir nach Borneo gefahren und haben den Orang-Utan-Film gemacht mit Willis Miss.
00:27:52: Ja, Willis miss ist ein Aktivist der in seinem Leben über Orangutam Baby ist gerettet hat, weil Beschlagnahm der Tiere bekommen hat.
00:28:01: Und du musst dir vorstellen, wenn so ein kleines Orangutan-Baby mit einem Jahr süß und goldig aber beschlagnAhmt wird?
00:28:08: Da kannst du das nicht auswildern!
00:28:09: Du musst es sieben Jahre lang pflegen bis das groß genug, starg genug ist dann in einer Gruppe eben ausgewildert zu werden.
00:28:16: So eine Auffangstation hatte er und jetzt haben wir ihn schön ins Szenegesetz in unserem zweiten Film.
00:28:22: Als wir auf dem Rückflug waren von Borneo, haben wir gesagt Das ist so toll.
00:28:26: Wo gehen wir nächstes Jahr hin?
00:28:29: Und nach diesem zweiten Film kam wieder gut an, ist es eine Serie geworden und ich hab gesagt du, ich will mit dir mal nach Australien!
00:28:38: Dann hat er das eingereicht im SWR und dann ging's Schlag auf Schlag eben... Ich liebe Esfers Reisen,
00:28:43: der klappt jedes Mal der Unterkiefer nach unten weil ich so denke was ein tolles Leben du hast, weil du bist ja biologe Wissenschaftler Dann hast du die Möglichkeit, in solchen Ländern zu reisen.
00:28:56: Zu
00:28:59: Menschen, die sich für Tiere einsetzen und das mit Haut und Haaren ... Und
00:29:05: dann
00:29:06: kommst du den Tieren ja aufs Land.
00:29:09: Als wir uns mal verlaufen hatten, in Borneo und dann stundenlang uns nicht mehr gefunden hat.
00:29:16: Wir haben schon bisschen angekriegt!
00:29:18: Also das war auch der Fall aber... Wir haben alles erlebt und ich muss da ganz ehrlich sagen es ist das größte Geschenk meines Lebens diese Filme mit Frank Elsner gemacht zu haben.
00:29:28: Nicht nur weil er menschlich ein ganz super Typ ist.
00:29:32: Wir sind auch ganz eng befreundet heute sondern weil wir wirklich zu den tierischen Highlights dieser Welt durften und dass alles immer vorbereitet war.
00:29:42: Du weißt ja, wie das so im Fernsehmedia ist?
00:29:45: Du kommst als Protagonist hin und dann kriegst du Dinge gezeigt, die ihn normalerweise auch gar nicht gezeigt bekommen und für den Film ins Szene gesetzt Und das wirklich weltweit, und nach Australien kam dann Sri Lanka.
00:29:59: Dann kam Südafrika oder Kenia ... Wir waren auf dem Bahamas, haben mit den Heiern geschwommen.
00:30:06: Der Frank ist nicht getaucht, er ist geschnäuchelt.
00:30:08: Ich hab ja einen Tauchschein, ich bin da vorhin fünfzehn Meter runter.
00:30:11: Da waren die da, da waren dann fünftzig Riffreihe!
00:30:15: Das war toll also.
00:30:16: Ich habe Respekt fordentieren.
00:30:18: Aber ich weiß immer, das einzuschätzen, informiere mich natürlich.
00:30:21: und verhalte mich entsprechend, dass mir auch nichts passiert.
00:30:24: Angst kann ich nicht sagen ... Aber es war natürlich der Spannung mit Puls von hundert Achtzig!
00:30:29: Ist ja schon klar wenn du da mittendrin schwimmst Und äh... Ich hab dann zu Frank auch nur gesagt, jetzt schmeiße dich auch rein!
00:30:35: Oh, hat ein bisschen Bedenken gehabt.
00:30:37: aber wir haben dann eben sind auch beschnäugelt an der Wasseroberfläche und die Heige waren da.
00:30:42: Äh..und das war für ihn, er kam aus dem Wasser raus und sagte, das ist keinster Leben des Meines Lebens!
00:30:49: Da hast du einen Ein Adrenalinhaushalt, der ist ganz oben draus.
00:30:55: Das ist einfach spannend und wir haben mit dieser Begeisterung einfach die Menschen auch darauf hinweisen wollen dass es notwendig ist die Haie zu schützen als oberstes Lied einer Nahrungskette.
00:31:06: und wenn wir uns heute dann... Und das ist immer das!
00:31:08: Wir in unseren Filmen zeigen das Schöne Aber sprechen auch die schlimmen Dinge an.
00:31:14: Es sind traurige Szenen drin, aber genauso wieder die Freude an den Tieren und die Hoffnung nie aufgeben.
00:31:20: Die Menschen sind die größte Gefahr für alle Tierarten, aber auf der anderen Seite auch die größten Hoffnungen.
00:31:27: Wir haben es in unserer Hand was für die Tiere zu tun?
00:31:29: Und da zeigen wir immer wieder Möglichkeiten auf.
00:31:32: Was hast du denn mitgenommen bei deinen Ellsners Reisenbrehre?
00:31:35: Also gab es irgendein Moment, wo du was du zum Beispiel noch nicht wusstest als Biologe oder wo du gesagt hast ach das ist jetzt so ein Moment den werde ich niemals vergessen.
00:31:45: Ich kann dir zwei Beispiele sagen Das eine etwas Positives und das andere etwas Negatives Wenn du vor dem letzten männlichen, nördlichen Breitmaulnas haben der ganzen Welt steht.
00:31:59: Du weißt exakt gibt es noch drei Tiere dieser Unterart?
00:32:02: Ein Männchen zwei Weibchen.
00:32:04: die zweitweibchen sind auch da und das ist das Männchelvierundvierzig Jahre alt Sudan hieß er Und du stehst mit Frank dar und du weißt dass wir als Menschen ist soweit gebracht haben Dass diese Art jetzt faktisch ausstirbt ein paar Monate später nach unserem Dreh.
00:32:20: Wir waren glaube ich auch das letzte westliche Fernsehteam, dass dieses Tier gedreht hat.
00:32:26: Ist dieser Sudan auch gestorben?
00:32:28: Und damit ist faktisch diese Tierart ausgestorben!
00:32:33: Da läuft der eiskalt in den Rücken runter und du musst sagen hey vor fünfzig Jahren gab es noch zwei tausend Tiere dieser Under-Art... ...und jetzt gibt's nur noch drei und das ist das letzte Männchen.
00:32:43: Wie weit haben wir es gebracht wenn wir es als Menschen nicht schaffen so was Charismatisches wie die Nashorn Art zu erhalten wie viel weniger schaffen, was den kleinen braunen Vogel oder gar ein Insekt zu erhalten.
00:32:58: Also da habe ich schon sehr gezweifelt und das hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt und gesagt auch für mich selber gesagt wir müssen alles daran tun dass es eben soweit nicht mehr kommt und vorher schon Tiere erhalten in Zuchtprogrammen in Maßnahmen die einfach den erhalt jeder einzelnen Art gewährleisten, denn wir dürfen nicht noch mehr verlieren.
00:33:21: Wir haben schon genug
00:33:22: verloren.".
00:33:23: Natürlich heißt sie immer ja, Tiere sterben sowieso aus!
00:33:26: Ja, sterben Sie in der Evolution aber das ist faktisch eine Art in hundert Jahren.
00:33:31: und was machen wir heute?
00:33:32: Wir haben Zickarten die jedes Jahr aussterben und eben wir haben das total beschleunigt Und diesen Trend müssen wir stoppen.
00:33:40: Das war eines der nachhaltigsten Erlebnisse und eines der emotionalsten Erlebnissen, das war auch sehr emotional natürlich mit dem Nashorn.
00:33:49: aber als ich zum ersten Mal einen Jugendraum erfüllt habe – ich hab' als jugendlicher Biologe natürlich Jane Goodell und Diane Fossey gelesen mit ihren Gorillas und den Pflanzen.
00:34:02: Und ich stand in Uganda nach einem leerstündigen Trepp durch den Dschungeln mit den Trägern und mit den Helfern, die da alle dabei waren vor einer Gorilla-Familie.
00:34:12: Die da im Urwald leben und die da auch im Gebüsch lagen, die gespielt haben... ...und plötzlich der Riesel Silberbeck fünf Meter vor mir stand und seine zweihundert Kilo mehr entgegengestreckt haben!
00:34:24: Ohne Gitter ohne Schutz oder gar nicht?
00:34:28: Das sind nicht nur Herzklopfen, da sind wir auch die Tränen gekommen.
00:34:33: Daher hat sich wirklich ein Lebenstraum erfüllt und ich bin sehr dankbar, dass ich so was erleben durfte.
00:34:38: Und gerade im Jahr im November hat sich dann ein weiterer Lebenstraum erfüllt, ich durfte Jengudel treffen!
00:34:46: Und das war so emotional, weil da wirklich der kleine Student Matthias Reitsch mit einer kleinen Biostudentin damals war Vor ihr stand und sie kam den Raum rein.
00:34:59: Wir haben ein Interview mit ihr für Elsners Reisen führen dürfen, das ist dann ehrlich und nicht zusammen.
00:35:05: Da kam so eine kleine bescheidene Person rein die aber diesen Raum erfüllt hat!
00:35:11: Und da sind wir uns beide wieder wie Studenten vorgekommen.
00:35:16: Aber das war ein Glücksgefühl wirklich so eine weltweit bekannte Persönlichkeit erleben zu dürfen und sprechen zu hören ihr Fragen stellen zu dürfen.
00:35:27: Bei der letzten Frage, die ich sie gestellt habe dann, was würden Sie mir als so direkter raten?
00:35:35: Für meine Tiere geben Sie mir einen Rat mit auf den Weg.
00:35:37: Hat sie gesagt beschäftigen Sie Ihre Tiere!
00:35:40: Und das habe ich mitgenommen.
00:35:43: Das war sowieso klar in meinem Fokus drin, aber da sieht man auch wie sich die Zeiten gewandelt haben.
00:35:51: Was
00:35:51: ist denn hier so der Magnet und so?
00:35:53: Welches Tier kann am Belib?
00:35:54: bist du?
00:35:55: Ja ganz klar!
00:35:56: Das muss ich jetzt aus heuliger Sicht sagen.
00:35:58: Das ist natürlich der Eisbär.
00:35:59: Wir haben in Karlsruhe Eisbären.
00:36:01: Es ist auch eine lange Tradition, die Eisbärenhaltung.
00:36:06: Einst waren wir hier der größte Eisbeerzüchter in ganz Deutschland vor vielen Jahrzehnten.
00:36:13: In den Achtzigerjahren bis Anfang des letzten Jahrhunderts sind hier fünfundzwanzig kleine Eisbäre auf die Welt gekommen und ich kann mich jetzt zurück erinnern und da kann ich dir auch ein bisschen den Wandel dazu aus erklären.
00:36:27: Die Eisbären wurden damals, da kam der Willi aus Berlin.
00:36:31: Da war der Eisbär-Mann und im Karlsruher Zoo hatte man fünf Eisbährweibchen.
00:36:35: Die wurden noch in der Gruppe gehalten.
00:36:37: Eingehege.
00:36:38: Und dann waren diese Weibchen drin gesetzt.
00:36:40: Dann kam der Willy, hat sie alle gedeckt, dann ist er wieder nach Berlin zurück.
00:36:46: Ja, ja!
00:36:47: Und dann wurden die eingewindert.
00:36:50: Diese Eisbäre haben ihre Jungen zur Welt gebracht.
00:36:53: Die Hälfte sind gleich gestorben, andere wurden aufgezogen.
00:36:56: Aber dann hast du fünf Weibchen und die musste wieder in ein Gehege setzen.
00:37:00: Du kannst da keine Jungtieren, die bringt sich gegenseitig um.
00:37:03: Also hat man mit zwei drei Monaten die kleinen Eisbären weggenommen, hat sie dann von Hand aufgezogen und hat die dann eben separat gehabt.
00:37:13: Dann konnte man die Weibchern wieder nach den Monaten aus dem Innengehegen nach draußen bringen.
00:37:19: Und die Zeiten sind natürlich total vorbei!
00:37:21: Das ist völlig out mehrere Eisbärweibchen zusammen zu halten, um zu züchten Und die ganze Haltungsstruktur ist anders geworden.
00:37:30: Heute haben wir zwei Eisbärenmännchenweibchen, zwei Gehege mindestens, dass wir sie auch trennen können, hatte man damals gar nicht und es geht gar nicht.
00:37:38: also da gibt's dann Kämpfe wenn du nur ein Geheger hattest.
00:37:42: Dann hat man am ersten Mal einen Eisbär-Weibchen die Jungen gelassen von selbst aufgezogen, aber im Braunbären gehegelt.
00:37:56: Da hat man die ins Braunbär gehegelassen und dort hat es sie aufgezogen.
00:38:00: Das waren die letzten in Karlsruhe, die aufgezogen wurden.
00:38:03: Aber zum ersten Mal natürlich von der Mutter.
00:38:06: Und dann hat man alles umgebaut viel größer gemacht und hat aber seither keine mehr gehabt.
00:38:11: Für mich war's wirklich der Ansperrn.
00:38:13: Ich war damals Student als die letzten Eisbären eben ... zur Welt kamen.
00:38:20: Ich hatte damals die Diplomarbeit hier im Zoo über Papageien gemacht, über Tucum an Amazonen.
00:38:26: Meine damalige Freundin, spätere Frau hat über die kleinen Eisbären das gemacht.
00:38:31: War viel goldig, ja muss ich sagen!
00:38:33: Und auf jeden Fall waren das die Letzten und dann habe ich es auch zum Anspruch meiner Zeit hier gemacht.
00:38:41: Ich möchte gerne wieder in die Eisbärnsucht zurück.
00:38:44: Nicht nur Eisbären halten, sondern auch züchten.
00:38:47: Hab da zehn Jahre lang gebraucht dazu in die Konstellation zu kommen innerhalb des Suchtprogramms bis wir ein fortlandsungsfähiges Pärchen hatten und das hat jetzt geklappt.
00:38:57: Und der Mika ist wirklich die Attraktion gewesen im letzten Jahr.
00:39:02: Was macht
00:39:02: ihr dann mit den Tierbabys?
00:39:04: Die können wir natürlich nicht behalten.
00:39:06: Auch der Mica ... Die Zeit von Mica ist bei uns absehbar.
00:39:09: Der bleibt zwei bis drei Jahre bei uns, je nachdem wie er sich verhält zu seiner Mutter.
00:39:13: Und dann geht ein, anderen so.
00:39:15: Wir züchten auch nur auf Bedarf.
00:39:16: Das heißt ... Früher hattest du halt in jedem Zoo Eisbären gehängt?
00:39:20: Es gibt Bilder in der ... Also schwarz-weiß Bilder in jedem alten Zoo.
00:39:26: Da hatten die manchmal fünf oder acht, sogar zehn Eisbären in einem Gehege.
00:39:30: Das sind alles wild gefangenen Tiere gewesen.
00:39:32: Das war früher so!
00:39:34: Das hast du heute gar nicht mehr und mir war keine Wildfänge mehr.
00:39:37: Vielleicht noch einen alten Elefant, der damals kam wie Jenny jetzt, die ursprünglich war.
00:39:42: Seit ich hier in Karlsruat so bin, haben wir keinen Wildfang übernommen mehr.
00:39:46: Das machen die Zoos heute nicht mehr!
00:39:48: Wir züchten ja auch so gut wie alles und deswegen diese Eisbären werden nur auf Bedarf.
00:39:55: dann kriegst du eine Zucht genehmigung.
00:39:57: Wir sind ja Teil dieses europäischen Verbandes und dieser Verband hat über vierhundert Tierarten im internationalen Zuchprogramm koordiniert.
00:40:08: Und da gibt es immer Koordinatoren, die entscheiden wer was geht.
00:40:11: also nicht dazu direkt davon.
00:40:13: Karlsruhe sagt ich will jetzt Eisbärm züchten der kann das sagen kann das anmelden dann bist du auf irgendeiner Warteliste und irgendwann kommst Du dann mal dran.
00:40:21: aber nur immer der Fokus der Tierarten Erhaltung der Tierart ist im Mittelpunkt und wenn dann Bedarfen steht dann kriegst du irgendwann mal eine Zucht genehmigung.
00:40:30: deswegen habe Ich da so lange daran gearbeitet bis wir das hatten Und jetzt hat es auch geklappt.
00:40:38: Normalerweise, wenn du jungen Eisbär hast, dann passiert das Backstage irgendwo im Backstage-Raum und du gibst es dann bekannt, wenn er mal zwei, drei Monate ist.
00:40:46: Wir haben übrigens einen jungen Eisbär.
00:40:47: Das läuft noch ... Und wir mussten's am ersten Tag bekannt geben.
00:40:52: Da ist mein Pressesprecher ziemlich ins Schwitzen gekommen!
00:40:58: Wir haben die Eisberggeburt bei uns nicht Backstage passiert, sondern ihm.
00:41:05: in einer Halbhöhle drin.
00:41:07: Ungeschützt, also von klimatischen Einflüssen sozusagen ... In dieser Halbhöhe hatte die zwei Jungen gemacht und da waren wir ziemlich in Aufregung weil Eisbären sehr störungsanfällig sind.
00:41:21: Das passiert fünf Meter vom Besucherweg entfernt.
00:41:24: Ich hab alles absperren lassen weiträumlich.
00:41:28: Wir haben die Scheiben gekalkt damit ihr ihre Ruhe kriegt Alles dem Tierwohl unterstellt Und dann haben wir Stroh reingegeben, dass sie sich selber da einen Nest machten.
00:41:38: Dann haben aber nichts mehr gesehen.
00:41:39: Die hat nämlich so ein Strohberg in ihre Halbhöhle reingebaut, das die einfach nicht mehr sichtbar waren.
00:41:48: Wir haben siebzig Tage nur Piepsen gehört von Maisbeer und sonst nix?
00:41:53: Nein, ist nicht rausgekommen!
00:41:54: Sie können ja auch nicht krabbeln.
00:41:57: Das sind fast ... Fast nackt noch ein klein bisschen Flaumamm zu, oder Fell.
00:42:03: Aber da ist ... Da siehst du nicht!
00:42:06: Die liegen nur da und wachsen dann ein bisschen.
00:42:08: Irgendwann fangen sie an den Krabbelnauer ab Ende der Tag.
00:42:11: Und da haben wir's gesehen.
00:42:12: auch einer lebt noch.
00:42:14: Da hat halt einer überlebt das Weibchen.
00:42:16: Er hat zum ersten Mal Junge gehabt.
00:42:19: Dann muss man klar sagen, es ist toll, dass es geklappt hat.
00:42:22: Wir haben auch in der Natur eine Sterberade von jungen Eisbären im ersten Jahr von achtzig Prozent.
00:42:29: Das muss man sich vorstellen.
00:42:31: Bei uns im Zoo ist das Schnitt etwa bei fünfzig Prozent, war dann auch bei uns ... Wir hatten ja zwei Junge und eins war halt nicht mehr da.
00:42:38: Ganz klar, wenn das Stärkere hat die Zitze gesucht und das kleinere ist untergegangen, bleibt es aber nicht im Nest liegen.
00:42:45: Die Mutter frisst es dann, wenn's tot ist, nicht noch lebt.
00:42:48: Aber wenns dann tot ist damit die Nesthygiene sauber bleibt.
00:42:52: Ja, aber das Glück war, dass Mika ... ganz gut rangewachsen ist und das war natürlich der Stahl im letzten Jahr bei uns.
00:42:58: Wie viele Tiergeburten hast du noch schon mitgemacht?
00:43:00: Ja, ganze Menge Schlupfe und Geburten je nach Tierart.
00:43:07: also wir haben hunderte von jungen Tieren jedes Jahr.
00:43:11: Wir haben in Lorupa ich habe sicherlich fünfzehntausend Papageien eben in der Zeit gehabt.
00:43:18: Junge In unterschiedlichsten Arten haben wir damals gezüchtet.
00:43:24: Hier sind es vom Eisbär bis zum kleinen Fisch ganz viele und du kannst das ja auch nicht vergleichen, weißt du?
00:43:31: Wenn wir hier dreihundertvierzig verschiedene Tierarten haben dann hast du einen Elefanten der hat die Biomasse vom Rest also so mehr oder weniger oder dreihundertviertzig Tierarten Sechs Tausend Exemplare.
00:43:45: Ja, da sind viertausend Fische dabei!
00:43:48: Also den scharsten Schwamm mit fünfhundert Neon.
00:43:51: Kannst du gar nicht alle zählen?
00:43:53: Sonst wirst du ja noch höher werden.
00:43:54: Was ist denn abgesehen von Papa Geil?
00:43:56: Was sind dein zweitlieblings Tier?
00:43:59: Da freigste mich jetzt... Also ich muss schon ganz ehrlich sagen, diese Eisbären haben sich bei mir jetzt total hochgearbeitet in der Hand.
00:44:09: Weil das war wirklich ein tolles emotionales Jahr was wir im letzten Jahr hatten.
00:44:15: Ganz ehrlich waren wir uns auch alle innerhalb des Zoos ganz klar falls es schief geht und wir eigentlich zu einer Hand auf Zucht greifen müssten um das Eisbärleben zu retten.
00:44:28: das Kleinen machen wir's nicht Wir machen es nicht, wir wollen keine Handaufzucht haben die dann vermarktet wird wie damals Knut.
00:44:37: Wir wollen nicht diese Vermenschlichung der Tiere.
00:44:40: Wir sind da ein Stück weiter wie vor zwanzig Jahren und wir wollen eine natürliche Aufzucht des Eisbären.
00:44:48: Wir unterstützen das.
00:44:49: Die Mutter wo's nur geht soll das Und wir haben auch versucht, keine Vermarktung in dem Sinne süßer kleiner Eisbär.
00:45:00: Natürlich sind es nette Bilder die auch um die Welt gingen.
00:45:03: Die ersten Bilder meines Pressersprecher sind wirklich weltweit gelaufen.
00:45:08: Das ist eben auch der Trend unseres Zoos.
00:45:10: du hast die Tiere hier als Botschaftertiere Da kannst du Geld machen, aber das Geld muss in die Natur fließen.
00:45:16: Zu den Tieren dort um dich zu erhalten.
00:45:19: Du bist voll der Profi weil jetzt leiten wir quasi in das Thema Artenschutz und die Artenschutztiftung von Karlsruher Zoo.
00:45:25: erzähl mal ein bisschen was ihr
00:45:26: habt.
00:45:26: Das war die geilste Idee, die ich überhaupt hatte in den letzten zehn Jahren.
00:45:31: Muss ich dir ganz ehrlich sagen?
00:45:33: Ich bin ja in einen städtischen Zoo gekommen und jetzt hast du deinen klassischen Zoo und du willst Artenschütz machen.
00:45:39: Artenschchutz ohne Geld geht nicht also brauchst du Kohle um das ganz lapidar zu sagen.
00:45:45: Jetzt kriegst du von deiner Stadt keine Geld für Artenschutz, weil die haben Kindergärten-Schulen und Pflichtaufgaben.
00:45:51: So ist eine freiwillige Aufgabe nice to help in der Stadt, die natürlich dann auch pflegen muss wenn er es hat.
00:45:57: aber zusätzlich wenn da Rheinsmititz kommt und sagt ich brauche jetzt dreißigtausend Euro um in Kenia Gelände zu kaufen oder in Ecuador oder sonst irgendwas Das kriegste nicht.
00:46:06: Also haben wir uns überlegt wie bekommen wir an Geld?
00:46:10: Und dann haben wir gesagt machen wir ne Stiftung.
00:46:13: Dann hab ich aber auch gemerkt, für eine Stiftung brauchst du auch Geld.
00:46:17: Ich hab
00:46:18: nix geschenkt.
00:46:19: Also bin ich so.
00:46:20: Volksbank.
00:46:21: und zum Vorstandsvorsitzend habe gesagt, ob er mir nicht fünfzigtausend Euro geben könnte, dass wir eine Stifton gründen können?
00:46:28: Ja, da hat er gesagt das macht er!
00:46:30: Und die Volksbank ist wirklich ein super Kooperationspartner.
00:46:34: Die Volksbank Tour in Karlsruhe, die uns seit wirklich neun Jahren regelmäßig mit hunderttausend Euro im Jahr unterstützt.
00:46:42: Sensationell und deswegen ein großes Dankeschön an die, die wirklich erkannt haben was wir für die Natur und Umwelt tun.
00:46:51: Durch diese Fünfzigtausend konnten wir eine Stiftung gründen.
00:46:54: In Baden-Württemberg brauchst du eigentlich zweihundertfünfzig tausend Euro, um eine Stichtung zu
00:46:59: gründen.".
00:47:00: Wir haben aber ne Sondergenehmigung gekriegt für diese fünf mit denen fünfzigtaussend einer Stiftungen zu grünten weil wir versprochen haben, wir schaffen es im Jahr dreißigtausende Euro Spenden zu kriegen.
00:47:10: und dann haben wir ein Probejahr bekommen und hatten im ersten Jahr schon hunderttausends zusammen.
00:47:14: Dann ist diese Stiftion verstetigt worden!
00:47:16: Und seither läuft das Ganze noch viel viel besser?
00:47:19: Denn wir haben verschiedene Spendenmöglichkeiten in unserem Zoo aufgestellt, so einfach solche Spendenbrunnen.
00:47:25: Hast du vorhin bei uns am Durchgang vielleicht unten gesehen?
00:47:27: Da kann man die Münzen rein.
00:47:29: Dieser Brunnen bringt uns zwölf Tausend Euro im Jahr nur durch Kleingeld!
00:47:33: Da geht jeder Papa und jede Mama mit den Kindern vorbei und die wollen die Münze reinrollen.
00:47:38: Und das rollt alles ins Loch und ist weg für den Natenschutz.
00:47:42: Genau so ist es ein Beispiel.
00:47:43: Wir haben verschiedenste Möglichkeiten, wir haben Aktionen Ein Artenschutzlauf in unserem Zoo.
00:47:49: Da rennen im November fünfhundert Leute, die ihr Stadtgeld für die Artenschützstiftung geben.
00:47:54: Das bringt uns zwölftausend Euro.
00:47:57: und solche Sachen, Aktionen unterschiedlichste Aktion.
00:48:00: Wir haben ein paar Großbänder gewonnen wir haben einen Artenschutztag.
00:48:04: das ist auch das Tolle dazu entwickelt sich auch als Plattform nicht nur für uns sondern für die ganzen.
00:48:09: Karlsruher Tier- und Naturschutzorganisation vom BUND Nabu Greenpeace Alle kommen zu uns am Fiebgenschützer und Vogelschützern, egal was.
00:48:22: Wir machen einmal im Jahr Ende der Sommerferien ein Artenschütztag.
00:48:26: Da haben wir vierzig Stände hier im Zoo.
00:48:28: Das ist das letzte Sonntag in den großen Ferien.
00:48:32: Und da zeigen wir einfach alle... Karlsruhe rettet Arten sozusagen.
00:48:37: Als Beispiel, was macht jeder?
00:48:39: Also wir wollen uns nicht nur jetzt sagen hey, Karlsroh dazu ist der einzige Einrichtung sondern nicht ersetzen sie alle in ein Boot und wir machen alle gemeinsam etwas.
00:48:49: So'n Verein hat ja keine große Plattform.
00:48:51: natürlich kann er Internet auftrittmachen oder kann man Stand am Marktplatz machen oder sonst was.
00:48:56: Wir haben hier über eine Million Besucher Und an solchen Sonntagen manchmal zehntausend Besucher.
00:49:01: Da kommst du direkt an die Menschen ran.
00:49:04: Na, da weiß ich doch wo ich hinkomme.
00:49:05: Ja genau!
00:49:06: Mein lieber Matthias Wurzblut unterstützt ja immer ein Abendschürzprojekt mit Hundertfünfzig Euro.
00:49:12: Das ist sehr schön.
00:49:13: Sie nehmen
00:49:14: mal an, was das für die Artenschutzstiftung
00:49:16: ist?
00:49:16: Natürlich!
00:49:16: Jede sind unsere Artenschutschtiftungen rein und ganz ehrlich.
00:49:19: ich will da noch zusammenfassend sagen zur Artenschuttschriftung wir haben auch den freiwilligen Artenschützeuro eingeführt an der Kasse.
00:49:27: Da brauchste dann als städtischer Zoo den Gemeinderat, der damit stimmt weil die haben die Finanzhoheit über den Zoo.
00:49:34: und da habe ich damals diesen freiwillige Artenschutt Euro angefragt ob man denn nicht auf einen Eintrittspreis drauf machen können.
00:49:41: Der wird einfach mitkassiert.
00:49:43: Nur wenn du aktiv sagst, ich möchte dir nicht zahlen, dann wird er abgezogen.
00:49:46: Ohne schlechtes gewesen braucht man ihn nicht haben.
00:49:49: Aber ninety-fünf Prozent unserer Besucher zahlen dem und das bringt uns allein dreihundert bis vierhunderttausend Euro im Jahr.
00:49:56: Und in den letzten neun Jahren haben wir nicht nur wegen dem auch mit anderen Spenden vierenhalb Millionen Euro gemacht für Artenschutzprojekte und haben das investiert?
00:50:06: Ja!
00:50:07: Nicht im Zoo sondern draußen in der Natur.
00:50:09: Beispielsweise in Ecuador haben wir zwei Hundert Hektar Gelände gekauft.
00:50:15: Hunderte von Kropgesagt waren noch mit Primärwald besetzt, andere war Weideland abgeholt.
00:50:21: Haben wir alles wieder aufgeforscht, kurz den Schweinegeld so was aufzuforsten aber nicht nur mit einer Baumart sondern mit acht und dreißig verschiedenen Baumarten also ein Mischwald wie da entsteht der Widerlebensraum Biodiversität bietet.
00:50:34: Wir haben eine Kooperation mit dem Zoo in Quito.
00:50:37: Wir tausen auch Pfleger aus, das ist ja auch was Tolles.
00:50:39: Es hat kein anderer so in Europa ... Hast du
00:50:41: ein Austauschprogramm?
00:50:42: Ein Austauschsprogramm!
00:50:43: Unsere Lehrlinge im zweiten Jahr, wenn sie sich denn motiviert zeigen dürfen vier Wochen nach Ecuador, drei Wochen im Zoo eine Woche Bäumchenpflanzen auf unserem Gelände.
00:50:56: Das ist ein tolles Projekt.
00:50:58: Mit dem WWF haben wir zusammen einen Projekt in Kenia Auch das aus den Elstners Reisenfilmen.
00:51:04: Und es ist auch eine tolle Geschichte, ich habe viele Projekte kennengelernt.
00:51:07: Ein paar haben wir adaptiert in unsere Artenschutz-Stiftung.
00:51:09: Ich habe bei den Fangelsten auch als Artenschützbotschafter der Stiftung gemacht und mit dem Johannes Kirchgaard hat er für den WWF in Kenia diese ganzen Schutzprojekte machte.
00:51:20: Da haben wir ein Projekt entwickelt und da haben wir sage und schreibe ... jährliche hunderttausend Euro Spende, die in den nächsten fünfundzwanzig Jahren gesichert sind.
00:51:36: Und an der Serengeti und der Masseimara diese Wanderwege, die man da kennt von diesen Großdieren, den Knursten, Zebrat
00:51:44: usw.,
00:51:44: wie der Lebensraum bietet.
00:51:46: Da wurden Zäune abgebaut und so weiter.
00:51:47: Ich war da im April letzten Jahres gestanden und war völlig fasziniert was wir da auf einer Klippe gestanden mit dem Johannes heißt er guckt darunter.
00:51:55: all das Gelände gehört Karlsruhe Und da laufen die Elefanten und die Girafene.
00:52:02: Da hast du ein bisschen was richtig gemacht, das ist eben meine Botschaft heute!
00:52:06: Wir haben den Zoo ... wir haben die Botschaftertiere, wir können Menschen begeistern für Tiere.
00:52:10: Wir müssen das aber raustragen um die Tiere draußen zu erhalten.
00:52:13: Das ist ein fantastisches Schlusswort.
00:52:15: Sieht ja schon am Ende?
00:52:16: Wir haben doch gerade erst angefangen.
00:52:18: Ist hier das Ding mit dir?
00:52:19: ne?
00:52:20: Wenn man Eier anfängt mit dir zu reden...
00:52:21: Er hört dann immer auf,
00:52:22: gell?!
00:52:23: Was wünscht
00:52:24: ihr denn für die
00:52:25: Zukunft?
00:52:25: Für die Zukunft wünsche ich mir einfach noch viel mehr Sensibilität von den Menschen.
00:52:29: Dass sie erkennen, dass Biodiversität erhalte Arten jedem nützt für uns alle nützst.
00:52:35: Das ist nicht heißen okay wieder eine Art verschwunden und das wäre mir ein wichtiges Anliegen, dass wir einfach Menschen begeistern können für Tiere und dass es auch Sinn macht, Tiere zu erhalten.
00:52:46: Deswegen machen wir auf dem Topf Platz!
00:52:47: Ich danke dir ganz herzlich...
00:52:49: Ich danke Dir, dass du nach Karlsruhe gekommen bist.
00:52:51: Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Spaß bei der heutigen Sendung wie ich.
00:52:55: Es war mir eine Freude Matthias zu treffen!
00:52:57: Er ist ja ein Fernsehkollege von mir und... ...ich habe mich ganz besonders gefreut dass ich ein kleines Gürteltier auf der Hand haben durfte und das Matthias mich im Zoo von Karlsruhr umgeführt hat.
00:53:09: Und ich finde bevor wir die Zoos verteufeln sollten wir einfach viel mehr hinterfragen und uns Wissen aneignen.
00:53:16: und solltet ihr Interesse haben, dann schaut euch gerne die Artenschutzstiftung vom Karlsruher Zoo an.
00:53:24: Bis zum nächsten Mal wenn es heißt Wolfsblut tierisch echte
00:53:43: Geschichten!
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